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Überlegungen
zu einem Rahmentrainingsplan E- bis A-Jugend (weibl. & männl.)
von
Martin Barthel (Stand:
1/2000)
Grundüberlegungen
Das sportartbezogene Training
sollte unserer Meinung nach mit 1-2 Jahren
Vorlauf zur E-Jugend beginnen.
Davor stehen primär allgemein ausbildende Inhalte zur Koordination aus den
Bereichen Geräteturnen, Leichtathletik, „kleinen“
Ballspielen o.ä. Erste Ansätze
der Technikvermittlung sollten ebenfalls erfolgen.
Im
Alter von etwa 8/9/10 Jahren (Berücksichtigung des Lernalters und des
biologischen Alters) kann dann mit der gezielten Vermittlung
sportartspezifischer Techniken und Taktiken begonnen werden, ohne dass dabei die
allgemeine koordinative und sportmotorische
Ausbildung vernachlässigt werden darf, die
bei der Schulung von Technik und Taktik im Verbund immer
im Schwerpunkt mitgeschult werden muss.
E-Jugend

Anmerkungen:
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Der
Aufschlag von unten sollte nur dort gelehrt werden, wo der Aufschlag von oben
große Probleme bereitet, da er eine didaktische Sackgasse darstellt. Es erfolgt
noch keine Differenzierung in Zuspieler und Angreifer. Entscheidende Bedeutung
bleibt der Heranbildung der allgemeinen Spielfähigkeit vorbehalten.
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Spielsystem:
Viele Spielformen basierend auf 3:3 in der 1:2- Aufstellung. Erste Gehversuche
im Spiel 6:6 (Zuspiel von der III; vorgezogene VI; keine Spezialisierungen)
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Pädagogische
Zielrichtungen: Primäres Ziel ist, die Begeisterung der Kinder zu entfachen und
stabil zu halten. Der Leistungsgedanke sollte in diesem Alter hinter dem Ziel ,
„miteinander“ zu spielen und miteinander Leistung zu erbringen, zurückbleiben.
Dazu müssen gruppendynamische Prozesse initiiert werden, die für den
Mannschaftssport typisch sein sollten (z.B. Teamgeist, Toleranz, gutes Verständnis,
Fairness, Rücksichtnahme, Verantwortungsbewusstsein).
- Diese
Verhaltensmuster sollten z.T. direkt in der Gruppe erarbeitet und durch den
Sport miteinander weiterentwickelt werden. Wünschenswert erscheinen uns auch außersportartspezifische
und außersportliche Aktivitäten, wie gemeinsame Unternehmungen, Ausflüge in
andere Sportarten (z.B. Rudern), Feiern, Spaßturniere usw..
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D-Jugend

Anmerkungen:
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Es
erfolgt die erste tendenzielle Differenzierung in Zuspieler und Angreifer. Deren
Auswirkungen auf das Training sollen allerdings rein quantitativer Art sein.
Nach wie vor steht die allgemeine Grundausbildung der Spielerrinnen im
Vordergrund. Hilfstechniken in der Abwehr sollten weitgehend einer späteren
Ausbildungsstufe überlassen werden, um die Bewegung zum Ball weiter schulen zu
können.
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Spielsystem:
Bei der Spielform 4:4 mit festem Zuspiel von der III, wenn sinnvoll auch andere
Varianten, Läufer etc. Die langsam einzuführende Spielform 6:6 anfangs ohne
Differenzierung mit Zuspiel von der III, vorgezogener VI und 5er Riegel. Später
kann der Seitenläufer eingeführt werden.
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Pädagogische
Zielrichtungen: Es bleibt ein wichtiger Grundsatz, die Begeisterung und den
Bewegungsdrang zu fördern. Außerdem sollen die Kinder in dieser Leistungsstufe
lernen, den äußeren und inneren Leistungsdruck innerhalb und außerhalb des
Spielfeldes zu bewältigen. Wichtig erscheint uns, die Erkenntnis heranzubilden,
das gute Leistungen im Sport nur dann möglich sind, wenn die schulischen
Leistungen, sowie das Familienleben nicht darunter leiden. Außerdem müssen die
Spielerrinnen zu der Einsicht gelangen, dass für sportliche Erfolge (wie auch für
schulische) einige Mühen investiert werden müssen. Bloße Lippenbekenntnisse
reichen nicht aus.
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Außerhalb
des Trainings muss das Leben so organisiert werden, dass ein leistungsbezogenes
Sporttreiben möglich ist (Friseurtermine, Einkaufen, Geburtstagspartys).
Innerhalb des Trainings muss die Bereitschaft vorhanden sein, sich auf jede Übung
voll zu konzentrieren und sie mit vollem Einsatz anzugehen.
C-Jugend

Anmerkungen:
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Es
erfolgt eine weitere Spezialisierung in Mittelblock und Außenangriff, evtl.
auch in der Zuordnung Abwehr VI/V. Im Sprungkrafttraining sind Tiefsprünge oder
plyometrisches Training weiter abzulehnen. Gearbeitet werden sollte mit
speziellem Krafttraining und Hochsprüngen.
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Spielsystem:
Zuspiel von der II, VI hinten. 4:2 oder 5:1 richtet sich nach dem
Spielerinnenbestand. Der Hinterfeldläufer sollte zumindest von zwei Positionen
schon zum Einsatz kommen. Je nach Annahmequalitäten der Mannschaft kann ein
5er- oder 4er-Riegel gespielt werden (evtl. Einsatz eines Schnellangriffs).
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Es
erscheint uns nicht sinnvoll Spielerrinnen aus der Annahme herauszunehmen, um
sie nicht zu früh auf die Rolle des „Nicht-Annehmers“ festzulegen. Jeder
Spieler sollte Erfahrungen als Libero machen.
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Pädagogische
Zielrichtungen: Auch in diesem Alter sollte es der erste Grundsatz bleiben, die
Begeisterung der Kinder zu fördern,
auch wenn der Leistungsbezug inzwischen unverkennbar geworden ist. Weiterhin
gelten die weiter oben angesprochenen Zielrichtungen.
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Zusätzlich
sollten die Jugendlichen in diesem relativ schwierigen Alter bei ihrer Suche
nach Zielen und Werten im Bereich Leistungssport Unterstützung finden. Es ist
äußerst wichtig, den in diesem Alter häufigen Drop-Outs zu begegnen. Dies
kann unserer Meinung nach nur durch Verständnis einerseits und Konsequenz
andererseits erreicht werden.
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B-Jugend

Anmerkungen:
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Suche
nach dem Diagonalangreifer. Im Sprungkrafttraining sind Tiefsprünge oder
plyometrisches Training weiter abzulehnen. Gearbeitet werden sollte mit
speziellem Krafttraining und Hochsprüngen.
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Spielsystem:
Orientierung an modernen Spielsystemen und variabler Einsatz des Liberos.
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Pädagogische
Zielrichtungen: Es ist unabänderlich die Jugendlichen an die Anforderungen des
Leistungssports zu gewöhnen. Dazu gehört die Herausbildung von Disziplin und
der Befähigung hohe Trainingsumfänge mit den Anforderungen und Verlockungen
des „außersportlichen“ Lebens zu vereinbaren. Es muss der Verzicht auf
andere Dinge zugunsten des Leistungssports gelernt werden.
A-Jugend

Anmerkungen:
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Perspektivenanalyse
und Laufbahnberatung, da die Spieler in naher Zukunft die Schule verlassen
werden. Aussicht Halb-Profi in leistungsorientierten Mannschaften
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Spielsystem:
Orientierung an modernen Spielsystemen und variabler Einsatz des Liberos.
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Pädagogische
Zielrichtungen: Soviel Steuerung wie nötig, soviel Freiheit (d.h.
Eigenverantwortung) wie möglich
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