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Trainingsorganisation und -methoden

von Alberto Salomoni

Tr.organisation Prinzipien & Schlüsselpunkte Tr.methoden Beispiel: C-Jugendtraining (weiblich)

 

In meinem letzten Beitrag „Lernen durch Spielen“, habe ich versucht zu erklären dass ein Spiel

  • nicht eine Summe von Grundtechniken und Techniken ist und

  • in zwei wichtige Phasen unterteilt ist:

    • Annahmephase

    • Breakpointphase

Wir können die zwei Phasen nicht mischen, weil sie sehr unterschiedlich sind. Ich habe auch zu erklären versucht, dass es für uns Trainer sehr wichtig ist, unser Training aus dem Spiel heraus vorzubereiten.

Noch ein wichtiger Punkt ist (erklärt in dem Beitrag „Rallye-Point trainieren“), dass jetzt in dem Volleyballspiel die Entscheidungen sehr schnell geworden sind, und wir weniger Zeit haben,  um die Fehler zu vermeiden.

Deshalb die Fragen, die ich in diesem Beitrag zu klären versuche sind folgende:

  • Wie kann ich ein Training vorbereiten?

  • Auf was soll ich erst achten?

  • und noch wichtiger: Welche Übungen soll ich für meine Spieler oder Spielerinnen auswählen?

In diesem Beitrag werde ich mit Beispielen aus der Praxis versuchen zu beschreiben, wie ich mein Training organisiere.

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1 Trainingsorganisation

Bestimmt kennen viele Trainer 1000 Volleyballübungen, für Bagger oder Pritschen, für Angriff oder Annahme, für Block oder Abwehr. Wenn wir nicht viele Übungen kennen, gibt es heute viele Möglichkeiten viele Beispiele zu finden. Die große Kunst ist es nun, unsere Kenntnisse gezielt in die Praxis zu transferieren. Zwischen 1997 und 1998 habe ich in Italien zwei sehr interessante Seminare von Julio Velasco, dem ehemaligen italienische Nationalmannschaftstrainer der Herren (1989-1996) und Frauen (1997-1998), besucht. In diesen Seminaren wurde damals sehr gut erklärt, wie man ein Training vorbereiten kann, auf was man erst achten soll und wie die Fehler korrigiert werden.

Wenn wir ein Training vorbereiten wollen, dürfen wir nicht die einzelnen Übungen wählen, sondern die Situation bestimmen, in der wir arbeiten wollen

  • die entsprechende Phase des Spiels und 

  • was wir korrigieren wollen.

Außerdem müssen wir sofort zu Beginn auf 5 wichtige Punkte achten

1 Das Volleyballspiel der Frauen darf nicht von den Herren kopiert werden.

  • Als Orientierung sollten wir die besten Frauennationalmannschaften haben. 
  • Für die Ziele unserer Mannschaft sollten wir wissen, wie die besten Mannschaften in unserer Runde spielen.

2 Die Annahmephase ist bei den Frauen schwieriger als bei den Männern.

Zwischen 2,24 m (Frauen)  und 2,43 m (Herren) besteht ein großer Unterschied. Gerade die Annahme, ist bei den Frauen schwieriger, egal ob mit welcher Aufschlagtechnik. Die Männer geraten am ehesten durch die Sprungaufschläge in Bedrängnis. Durch das höheren Netz und den weicheren Ball ist die Annahme des Flatteraufschlags einfacher geworden. Ab dem mittleren Niveau werden die Sprungaufschläge seltener eingesetzt und sind in der Regeln nicht so wirkungsvoll.

Bei den Frauen sollte die Annahmephase häufiger trainiert werden. Dies sollte sehr detailliert geschehen: 

  • Annnahme & taktische Arbeit mit den Zuspielern

  • Annahme & Aufsteiger usw.

3 Man muss das Video viel nutzen, um die Fehler unserer Spielern zu zeigen. 

  • Einige Spieler können sich nicht korrigieren, weil sie sich nicht sehen oder weil sie nicht ihre falsche Technik fühlen.

  • Das Video ist auch wichtig, um die Technik-Modelle der besten Spieler zu lernen.

4 Mit wie vielen Trainingseinheiten pro Woche trainieren wir.

Mit 2 Trainingseinheiten pro Woche müssen wir andere Trainingsinhalte planen, als mit 3 oder 4 Trainingseinheiten. Hier in Deutschland (bis Regionalliga), trainieren die meisten Mannschaften zweimal pro Woche. In dieser Zeit können wir nicht alles trainieren! Wir müssen Schwerpunkte setzen, mit denen wir in unserer Liga unser Ziel erreichen können. 

5 Der wichtigste Anteil einer Technik ist der Kontakt mit dem Ball.

  • Die wichtigste Grundtechnik der Annahme: der Bagger.

  • Der wichtigste Anteil der Technik beim Angriff: die Hand.

  • Der wichtigste Anteil der Technik beim Block: die Hände.

  • Der wichtigste Anteil der Technik des Zuspiels: die Finger und die Handgelenke

D.h., wenn wir uns superanalytische und analytische Übungen Gedanken machen, sollten wir uns immer zunächst die o.g. Fragen stellen.

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1.1 Prinzipien und Schlüsselpunkte

Die Aufgabe eines Trainers ist es, die bestehenden Probleme zu vereinfachen. 

Deshalb sollten für jede 

  • Grundtechnik (Definition!) z.B.: Baggern, Pritschen, Aufschlag,..., und für jede 

  • Technik (Definition!) z.B. Annahme = der Annahmebagger ist die Grundtechnik der Annahme und für jede 

  • Situation des Spiels

4-5 Prinzipien und 4-5 Schlüsseln die richtige Lösung der Situation beschreiben. Mehr Informationen würden eine Überforderung der Spieler bedeuten. Diese Prinzipien und Schlüssel werden von dem Trainer erklärt, gezeigt und mit Beständigkeit immer wiederholt.

1.1.1 Angriff

Prinzipien

1. So hoch wie möglich abschlagen  

2. So hart wie möglich schlagen  

3. Der Schlag muss variiert werden

4. Analyse der Fehler:

  • Schlag ins Netz = großer Fehler
  • Schlag ins Aus = Fehler
  • Schlag auf der 3 m Linie blockiert = Fehler
  • Schlag nicht auf die 3m Linie blockiert = kein Fehler

Schlüsselpunkte (siehe auch hier: Technikknotenpunkte Angriff)

1. Timing des Anlaufs

2. Springen hinter dem Ball und nicht unter dem Ball

3. Der Arm und die Ellenbogen muss sehr hoch sein

4. Die letzten zwei Fußkontakte beim Absprung müssen sehr schnell sein

5. Änderung von Angriffsrichtung (Schlag mit dem Handgelenk)

Während des Trainings sollte sich der Spieler nur auf 1-2 Punkte konzentrieren. Das Wichtigste sind die Schüsselpunkte. Man muss sie schnell und oft wiederholen. Die Prinzipien können sich ändern. Wichtig ist, das Niveau der Spieler zu kennen. 

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1.1.2 Annahme

Wir wollen die Annahmephase einer Mannschaft trainieren. Ziel des Trainings ist die Verbesserung der Annahmetechnik, weil die Spieler zu viele Probleme in den verschieden Situationen der Annahmephase haben:

  • Während der Globalspielsituation, korrigiert der Trainer die Fehler in Annahme. Wenn ein Spieler Baggerprobleme hat, muss der Trainer immer die fehlerhaft ausgeführten 1-2 Schlüsselpunkte wiederholen (z.B.: die Ellenbogen müssen, wenn es möglich ist, sich berühren oder die Schultern müssen nach vorne), aber das Spiel geht weiter. Die Spieler spielen immer, aber ihre größte Aufmerksamkeit ist nur an diesen 1-2 Punkten der Grundtechnik. 

  • Wenn der Spieler sich nicht an die Prinzipien erinnert, muss der Trainer sie wiederholen.

    • Ein Prinzip in der Annahme ist, dass der Ball immer zwischen dem Körper und dem Netz sein muss

    • Ein anderes Prinzip ist, dass in jeder Situation der Bagger korrekt sein muss, auch wenn die Beine nicht in einer optimalen Stellung sind.

1.1.3 Zuspiel

Andreas Meusel hat im„Zuspiel Spezial“ zusammen gestellt, wie man einen Zuspieler oder eine Zuspielerin aufbauen kann. Ich werde jetzt noch 4 Prinzipien nennen, um ein Training für den Zuspieler vorzubereiten. Wichtig ist, dass diese Prinzipien in der genannten Reihenfolge gelernt werden sollten.

  1. Die Genauigkeit des Zuspiels ist sehr wichtig.
    • Dieses Prinzip ist scheinbar klar für viele Trainer. Ich glaube aber, dass es nicht so ist. 
      • Ich sehe immer wieder Zuspieler oder Zuspielerin, die, um ein schnelles Kombinationsspiel aufzubauen, die Technik der Taktik opfern. Meiner Meinung nach ist es schon im Jugendbereich sehr wichtig zu erklären, dass man nie die Technik für die Taktik opfern sollte
  2. Ein Zuspieler sollte auch bei schwierigen Verhältnissen den Ball genau stellen (als Erweiterung des ersten Prinzips). 
    • Viele Zuspieler können keine genauen Pässe auf die Pos. 4 oder auf die Pos. 2 stellen, wenn die Annahme nicht genau kommt: 
      • Annahme- oder Abwehrbälle gehen 3-4 Meter vor das Netz - es wird schwierig gut zu zuspielen. Bei Frauen ist dies noch wichtiger, weil Frauen i.d.R. weniger Kraft als Männer haben. 

Da die Annahme bei den Frauen schwieriger ist, sollten wir die Zuspielerin in jeder Spielsituation trainieren. Auch bei den Männern ist dies wichtig. Die Situationen sind aber unterschiedlich:

  • Die größten Probleme in der Annahme haben Frauen mit einem Flatteraufschlag weit von der 9 m Linie, weil der Ball ganz kurz und schnell fällt.
  • Die Herren haben die meisten Schwierigkeiten nach einem Sprungaufschlag. 
  1. Die Technik eines Zuspielers variiert zwischen:
    1. Ball am Netz: wichtig ist dabei die neutrale Zuspielposition (dazu hier weitere Infos)
    2. und Ball weg vom NetzDie Genauigkeit muss immer die gleiche bleiben, egal ob hohe Bälle, Zuspielbagger oder Zuspiel von anderen Spielern.
  2. Die zwei wichtigsten taktische Prinzipien sind:
    1. Achte darauf, in welcher Form deine Mitspieler sind: ein Zuspieler ist kein Demokrat; er sollte immer darauf achten, was die Mitspieler machen und wie erfolgreich sie sind.
    2. Der Zuspieler spielt (taktisch) gegen die Mittelblocker. Aber nur wenn er das ersten Prinzip berücksichtigt, kann er wirkungsvoll gegen den Mittelblocker agieren. D.h.: Die Spielform der Mitspieler ist wichtiger als die Taktik.

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2 Trainingsmethoden

Im Kapitel "Trainingsorganisation" habe ich beschrieben, dass man

  • die Situation des Spiels wählen und dort korrigieren bzw. üben sollte und

  • nicht nur "einzelne Übungen" auswählen sollte

Wir müssen aber bedenken, dass sich ein Training für Anfänger und Fortgeschrittene unterscheiden muss. Die Ziele sehr unterschiedlich. Unten werde ich mit Hilfe einer Trainingseinheit (2 Std.) eine Trainingseinheit einer Anfänger-Mannschaft darstellen.

Formular: Trainingsvorbereitung

Download als pfd-Datei

Bevor ich mit der Trainingvorbereitung beginne, möchte ich gerne ein Beispiel eines Trainingsplans zeigen:

Nach den allgemeinen Daten (oben) ist der Bereich für Notizen/Aufwärmen wichtig:

  • Wie wie viele und welche Spieler nehmen am Training teil.
  • Mit welchen Übungen, beginnen wir unser Training.

Die anderen Seiten erklären sich von selbst:

  • Hier können wir die Schwerpunkte der Trainingseinheit beschreiben und zeichnen.
  • In die kleinen Kästchen können wir notieren, wie viele Minuten wir für eine Übung brauchen, oder wie viele Wiederholungen wir machen wollen.

Natürlich kann dieser Trainingsplan verbessert oder erweitert werden.

2.1 Das Training einer C-Jugend weiblich

Die C-Jugend weiblich ist eine der Mannschaft, die meiner Meinung nach am Schwierigsten zu trainieren ist::

  • Häufig fangen die Mädchen zu diesem Zeitpunkt erst mit dem Volleyballspielen an.

  • Sie (müssen) gleich 6 gegen 6 spielen.

Wir simulieren ein Training mit 2 Stunden und 10 Spielerinnen.

In meinem Beitrag „Komplexe Übungsformen im (C-Jugend-)Training“ habe ich beschrieben, dass die Spielerinnen neben den Grundtechniken (Baggern, Pritschen, Angriff geradeaus), die erste wichtigste Phase lernen sollten: die Annahmephase.

Die Annahmephase, weil die Spielerinnen im Rahmen der Annahmephase schon 3  wichtige Teile des Spiels lernen:

  • Annahme

  • Zuspiel in der einfacher Form

  • Angriff geradeaus von Pos. 4 und 2

Mit Hilfe dieser Techniken sind sie in der Lage zu Spielen.

Ich gliedere das Training in drei Teile.

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1. Teil des Trainings

Die ersten 20/30 Minuten trainieren wir die Grundtechnik alleine mit superanalytischen Übungen.

1. Abschnitt (Übung 1): Baggern, Pritschen, Angriff an der Wand (10-15 min.):

  • 5 Min. Baggern

    • wir achten auf die richtige Handhaltung, Körperposition, Ellenbogen.

    • wir können auch statt 5 Min. 50 bis 100 Wiederholungen machen

  • 5 Min. Pritschen

    • wir achten auf die Finger, Handgelenke, Körperposition.

    • wie für den Bagger können wir auch mehrere Wiederholungen machen

  • 5 Min. Angriff an die Wand

    • wir achten darauf  wie hoch den Ball geschlagen wird, auf den Ellenbogen, der so hoch wie möglich sein soll, auf die Hand und ihr Handgelenk.

    • Auch hier, als Variante, statt der Zeit, können die Spieler mehrere Wiederholungen machen.

2. Abschnitt (Übung 2): Bagger und Pritschen in Bewegung 

  • 1 - 3 x 10 Wiederholungen pro Übung

Die Spielerinnen am Netz werfen (mit oder ohne Bodenkontakt) einen Ball zu ihren Mitspielerinnen. Die Mitspielerinnen spielen:

  • A: Zuspiel-Baggern oder Pritschen mit Bewegung nach vorne 

  • B: Zuspiel-Baggern oder Pritschen nach hinten

  • C: Zuspiel-Baggern oder Pritschen mit lateraler Bewegung (nach Links und nach Rechts)

  • D: Kurze Bewegung nach vorne, danach nach hinten und dann Baggern oder Pritschen in die Richtung der Mitspielerin

  • E: Kurze Bewegung nach hinten, danach nach vorne und dann Baggern oder Pritschen in die Richtung der Mitspielerin

Der Trainer beobachtet, wie die Grundtechnik ausgeführt wird und demonstriert bzw. erklärt, wenn eine Grundtechnik nicht korrekt angewendet wurde. Rhythmus bzw. Tempo sind nicht wichtig, aber die Genauigkeit der Grundtechnik. Diese Übungen brauchen nicht mehr als 20/30 Minuten, weil es danach langweilig für die Spielerinnen sein könnte.  Diese einfachen Übungen sollten so lange zu Beginn jeder Trainingseinheit durchgeführt werden, bis die Spielerinnen die Grundtechniken sicher beherrschen.

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2. Teil des Trainings

Übung 3: Angriff geradeaus

In der zweiten halben Stunde des Trainings üben wir, in einer einfachen Situation, den Angriff geradeaus. Da die Spielerinnen ganz am Anfang sind, müssen wir uns viel Zeit nehmen, um die Grundtechnik zu erklären. Hier ein Beispiel für eine analytische Übung:

In dieser Übung können wir folgendes beobachten: 

  • die korrekte Grundtechnik des Baggern

  • das obere Zuspiel 

  • der Anlauf von dem Position 4 und Position 2 

  • und die Technik des Angriffschlages (oder einen Angriff mit Pritschen, wenn die Spielerinnen noch nicht in der Lage sind anzugreifen).

Der Trainer wirft einfache Bälle, weil hier die Aufmerksamkeit der Spielerinnen noch bei der Grundtechnik ist. Als Variante macht der Trainer einen einfachen Aufschlag. Die Übung wird ohne Block und Abwehr gemacht, weil die Spielerinnen noch nicht die technischen Fähigkeiten haben, um auch gegen einen Block zu spielen.

Das Ziel der Übung ist, dass alle Spielerinnen Baggern, Pritschen und Angreifen lernen:

  • Die Annahme-Spielerinnen spielen nach dem Baggern zu.

  • Die Zuspielerinnen greifen nach dem Pritschen an. D.h., 

  • Eine Variante des Angriffs kann auch ein Lob auf die 3m Linie sein. 

Auch in dieser Übung steht die Ausführung der Grundtechniken im Vordergrund, nicht das Übungstempo:

  • die Spielerinnen sollen verstehen, dass diese Übung einen Teil des Spiels abbildet

  • die Spielerinnen sollen lernen, wie sie (in einer spielähnlichen Situation) Baggern, Pritschen und Angriff einsetzen

  • ein Ball, der von der anderen Seite des Netzes kommt ist nicht das Gleiche, wie ein vom Trainer (einfach) geworfener Ball

Je nach dem, welche Fehler die Spielerinnen machen, erinnern wir sie an die entsprechenden (1 oder 2) Prinzipien bzw. (1 oder 2) Schlüssel (s.o.).

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3. Teil des Trainings

Globalspielsituation (1 Stunde).

Wie gesagt, die wichtigste Phase einer C-Jugend ist die Annahmephase. Deshalb bereiten wir 1 oder 2 Übungen vor, in denen die Mannschaft die Annahmephase trainieren kann. Wir wählen eine Globalspielsituations-Übung, weil:

  • wir weniger Zeit hätten, um zu spielen und

  • es wichtig für die Spielerinnen ist, dass sie das Spiel "fühlen".

Übung 4: 6 gegen 4 plus Trainer

Als Annahmeaufstellung, schlage ich das „W - System“ für eine C-Jugend vor. Die Zuspielerin bleibt immer auf der Pos. 3 (und nicht auf der Pos.2):

  • Die Mädchen haben in diesem Alter zu wenig Kraft, um lange und genaue Pässe zu stellen. 

  • Wenn die Zuspielerin auf der Pos.2 stehen würde, hätten wir viele Pässe über die Pos.3 und Wenige über die Pos.4. 

  • Außerdem kann die Zuspielerin den Überkopfpritschen besser lernen.

  • Das Ziel des Spiels ist (neben der Spielsituation) dass die Spielerinnen an ihren Grundtechniken arbeiten könnten.

Das Spiel fängt folgender maßen an:

  • Der Trainer wirft erst einfache Bälle.

  • Annahme und Angriff von der 4 und von der 2.

  • Die Angreiferinnen sollen diagonal angreifen.

  • Die Mannschaft B muss mit einem Einer- Block blocken (wir trainieren auch den Block in der einfachsten Spielsituation).

  • Die Abwehr (in der Mitte) denkt nur an die Abwehr gegen Lobs.

    • Wenn die Mannschaft B einen Lob abwehren kann, spielen sie weiter: Pos. 3 stellt für Pos. 4 oder Pos. 2.

    • Verteidigt die Pos. 3, stellt die Hinterfeld-Spielerin

  • Nach einem Angriff, hat der Trainer zwei Möglichkeiten:

    • A: Noch einen Wurf  zur Mannschaft A oder

    • B: Einen Pass zu (seiner) Pos. 3, die zu Pos. 4 oder Pos. 2 zuspielt.

Es ist wichtig, dass die Spielerinnen immer 2 Möglichkeiten haben. Die Spielübung hat schon ein bisschen Rhythmus.

  • Bei Gelingen verstärken wir die Spielerinnen mit einem positiven Feedback! (Ja, richtig, genau so, sehr gut....).

  • Wenn das Spiel nicht zustande kommt, verbessern wir sofort die entscheidenden Fehler. 

Übung 5:  Annahme plus Dankeball und Aufschlag

Dies ist eine Erweiterung der 4. Übung. Das Spiel fängt folgendermaßen an:

  • Der Trainer, macht einen Aufschlag (die Schwierigkeit des Aufschlags wird dem Niveau der Mannschaft angepasst). 

  • Mannschaft A muss annehmen und angreifen, aber um einen Punkt zu machen, muss Mannschaft A 

    1. einen positiven Angriff erzielen;

    2. einen erfolgreichen Angriff nach einem einfachen Wurf vom Trainer schaffen;

    3. und einen fehlerfreien Aufschlag machen. 

  • Mannschaft A gewinnt, wenn sie 5 Punkte erreicht. 

  • Wenn die Mannschaft  A einen Fehler macht, erhält sie keine Punkte.

  • Wenn eine Annahme fällt, ohne dass sie versucht haben, den Ball zu retten, zählt dies als1 Minuspunkt.

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