Übungsreihe Nr. 58

28 Aufwärmspiele

G.Büttner (Schnelle Sportstunde)

Eine Spielesammlung nicht nur zum Aufwärmen...

  Abwurfspiel  Alaska  Auf die Umlaufbahn schicken   Bälle raus!    Brettball   Die Löwen sind los!   Dribbelfänger  Frantic   Mannschaftsjägerball  Merkball Pirat Reaktionsball  Rettungsball (Rettungsring)   Das Seeungeheuer  Sechs-Tage-Rennen    Torwartbasketball    Mondball    Zehnerball  Linienball Grätschball  Schuhhockey  Korblegerwettspiel   Mattenball   Linienball    Touch-Down   Wo ist das Tor?   Tchouk-Ball


Alle Spiele zum Ausdrucken als pdf-Datei  auf der CD-ROM

Abwurfspiel (Ballspiel)

Organisationsform:  
Gruppe
Materialien:  
3 bis 6 Softbälle und viele Parteibänder
Beschreibung des Spiels:  
Gespielt wird in der gesamten Halle.  
Zwei bis sechs Schüler (je nach Gruppenstärke) werden zu Beginn des Spiels ausgewählt und erhalten jeweils ein Parteiband. Durch geschicktes Zupassen der Softbälle versuchen sie, die weglaufenden Spieler abzuwerfen.  
Alle Schüler, die von einem Softball getroffen wurden, erhalten vom Spielleiter (z. B. Lehrer) ebenfalls ein Parteiband und gehören ab sofort zur Mannschaft der Jäger.  
Fängt ein Spieler den Ball korrekt mit beiden Händen, so darf er den Ball auf den Boden legen und gilt als nicht getroffen.

 

Alaska (Brennballvariation)

Organisationsform:  
ganze Klasse, nicht mehr als 30 Schüler!
Materialien: Markierungshütchen, Volleyball
Beschreibung des Spiels: 
Zwei Mannschaften spielen gegeneinander. Aufstellung wie beim Brennball. Eine Gruppe befindet sich im Feld, die andere an der Grundlinie. Ein Spieler der Mannschaft außerhalb des Feldes wirft den Ball ins Feld. Die ganze Mannschaft läuft daraufhin um das Feld herum. Die Mannschaft im Feld versucht den Ball zu fangen. Hat ein Spieler den Ball gefangen, so stellt er sich schnell mit gegrätschten Beinen auf. Die gesamte Mannschaft im Feld läuft zu dem Spieler und stellt sich ebenfalls mit gegrätschten Beinen in einer Reihe hinter ihm auf. Der vordere Spieler rollt nun den Ball durch die gegrätschten Beine bis zum letzten Spieler. Dieser nimmt den Ball auf, läuft zur Grundlinie und legt ihn dort mit einem lauten Ruf "Alaska" ab.
Für jeden Spieler der "Außen-Mannschaft", der es geschafft hat, das Spielfeld zu umrunden, bevor der Alaska-Ruf ertönt, gibt es einen Punkt. Die Mannschaften können entweder nach jeder Runde oder aber nach einer bestimmten Anzahl von Runden gewechselt werden.
Hinweis:
Bei dieser Variante des Brennballspiels, sind alle Spieler in Bewegung.
Variante: Es läuft nicht die gesamte Mannschaft auf einmal um das Spielfeld, sondern nur jeweils drei Spieler. Ein Kind aus der Dreiergruppe wirft den Ball. Je nach Mannschaftsstärke kann das Feld, welches zu umrunden ist, in der Größe variiert werden (Hütchen aufstellen). Der Ball darf auch außerhalb des Feldes geworfen werden.

Spielidee von Andrea Messy aus München

 
 
Auf die Umlaufbahn schicken (Fang- und Laufspiel)

Organisationsform:  
ganze Gruppe
Materialien: Kartons oder Markierungshütchen
Beschreibung des Spiels: 
Um das Spielfeld herum wird mit Kartons eine Hindernisbahn gebildet. Wer abgeschlagen wird, muss eine Runde auf die Umlaufbahn. Welche Fängergruppe schafft es, das ganze Feld zu leeren?
Hinweis:  
Die Anzahl der Fänger richtet sich nach der Gruppenstärke (2, 3, oder 4 Fänger).
Variante: Anstelle der Hindernisbahn ist es auch möglich, lediglich eine Umlaufbahn mit Hütchen um das Spielfeld herum aufzubauen.
Bei großen Gruppen kann man auch Paare mit Handfassung auf die Bahn schicken.

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Bälle raus! (Ballspiel)

Organisationsform:  
Gruppe
Materialien: 20 bis 30 Gymnastikbälle und eine Stoppuhr
Beschreibung des Spiels: 
Gespielt wird in der gesamten Halle oder in einem Drittel der Halle. In der Mitte des Spielfeldes wird - aus 4 umgelegten Bänken - ein Ballreservoir aufgebaut, in welches alle Bälle gelegt werden. 
3 bis 5 Spieler werden nun vom Spielleiter ausgesucht und müssen versuchen - so schnell wie möglich - die Bälle aus dem Reservoir herauszuwerfen. 
Alle anderen Spieler versuchen, die Bälle wieder einzusammeln und in das Ballreservoir zurückzulegen. 
Wenn sich kein einziger Ball mehr im Reservoir befindet, stoppt der Spielleiter die Zeit und eine andere Gruppe ist an der Reihe. 
Die Gruppe, welche am schnellsten die Aufgabe bewältigt hat, gilt als Siegermannschaft. 
Hinweis:  
Die Anzahl der Bälle im Reservoir richtet sich nach der Gruppenstärke. Hier sollte man etwas experimentieren.

 
 
Brettball (Ballspiel)

Organisationsform: 
Mannschaften
Materialien: 
Volleyball und Parteibänder
Beschreibung des Spiels: 
Zwei Mannschaften spielen gegeneinander auf einem Basketballfeld. 
Jede Mannschaft versucht - durch geschicktes Zuspiel - ,den Volleyball gegen das gegnerische Basketballbrett zu werfen. 
Fällt der abprallende Ball auf den Boden, hat die Mannschaft 
einen Punkt erzielt. 
Wird jedoch der Ball von einem Spieler der gegnerischen Mannschaft gefangen bevor er zu Boden fällt, so gibt es keinen Punkt und das Spiel geht sofort weiter. 
Nach einem Punktgewinn erhält die gegnerische Mannschaft den Ball und bringt ihn hinter der eigenen Grundlinie ins Spiel.

 

Die Löwen sind los ! (Lustiges Lauf- und Fangspiel)

Organisationsform: 
gesamte Gruppe
Materialien: 
keine
Beschreibung des Spiels: 
Dieses Lauf- und Fangspiel ist immer wieder sehr beliebt bei den Kindern. Es werden zunächst zwei Schüler der Klasse als "Löwen" bestimmt, die sich in der Savanne (auf der einen Seite der Halle) auf allen Vieren aufhalten. Alle anderen Schüler sind Afrika-Touristen, die sich ganz nah an die Löwen heranwagen, um sie z. B. zu fotografieren oder vielleicht sogar zu streicheln.
Wenn nun der Spielleiter laut "die Löwen sind los" ruft, müssen sich alle Touristen so schnell wie möglich in Sicherheit bringen, indem sie - ohne von den Löwen erwischt zu werden - bis zur anderen Hallenseite rennen. Alle Schüler, die von den Löwen gefangen wurden, gehören beim nächsten Durchgang zur Gruppe der Löwen. Gespielt wird, bis nur noch drei Touristen vorhanden sind.
Hinweis: Die Löwen dürfen beim Fangen wieder auf zwei Beinen laufen.

  
  
Dribbelfänger (Ballspiel

Organisationsform: 
Gruppe
Materialien: Ballreservoir (z. B. Ballwagen), Basket-, Volley-, Hand- oder Gymnastikbälle
Beschreibung des Spiels: 
3 bis 6 Spieler (Fänger) werden ausgewählt und laufen - dribbelnd mit einem Ball - durch die Halle. Sie versuchen, die Spieler ohne Ball mit der freien Hand abzuschlagen. 
Alle Spieler, die abgeschlagen wurden, bekommen vom Spielleiter (z. B. Lehrer) ebenfalls einen Ball und gehören ab sofort zur Fängermannschaft. 
Hinweis: 
Optimal wäre es, wenn man 2 bis 3 Bälle weniger als Schüler einsetzt. Dadurch können am Ende des Spiels die Gewinner besser ermittelt werden.

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Frantic (Bewegungsspiel mit Tennisbällen)

Organisationsform: 
Gruppe
Materialien: Tennisbälle (etwa 3mal so viele wie Mitspieler), eine Stoppuhr
Beschreibung des Spiels: 
Die Aufgabe der Gruppe besteht darin, alle Tennisbälle, die vom Spielleiter nach und nach eingegeben werden, solange wie möglich in Bewegung zu halten. Wenn der Spielleiter sieht, dass der erste Ball liegen bleibt,, so ruft er laut „eins" , beim zweiten „zwei" und so weiter. Wenn der sechste Ball liegen geblieben ist, wird das Spiel vom Spielleiter mit einem lauten „Stopp" beendet. Zu Beginn des Spieles werden genau so viele Bälle in das Spielfeld gerollt wie Personen mitspielen. Nach 30 Sekunden Spielzeit gibt der Spielleiter alle 10 Sekunden zusätzlich einen neuen Ball in das Spiel ein. Es ist einfacher, bei diesem Spiel mit zwei Spielleitern zu arbeiten. Einer hat dann die Aufgabe, die Bälle in das Spiel einzugeben und die Zeit zu stoppen, während der andere der Gruppe durch Zuruf bekannt gibt, der wievielte Ball liegen geblieben ist. Nach dem ersten Durchgang wird der Gruppe die erzielte Zeit mitgeteilt, und sie kann dann 5 Minuten lang überlegen, wie sie im zweiten Durchgang ihr vorangegangenes Ergebnis verbessern kann.
Variante A: Um die Dynamik etwas langsamer aufzubauen, kann auch mit einem einzigen Ball begonnen werden. Alle 10 Sekunden kommt dann ein weiterer Ball hinzu.
Variante B: Im Rahmen einer Spieleeinheit mit Ballons lässt sich dieses Spiel im Prinzip mit denselben Regeln spielen. Jeder Ballon, der auf den Boden fällt bzw. platzt, geht verloren.
Hinweis: Frantic ist ein hervorragendes Spiel für Gruppen, die einen Überschuss an Energie haben. In relativ kurzer Zeit können sich hier alle Spieler "auspowern". Bei Gruppen, in denen bislang wenig behutsam miteinander umgegangen wurde, muss allerdings betont werden, dass Mitspieler nicht mit den Tennisbällen „angeschossen" werden dürfen.

Aus: Gilsdorf/Kistner. Kooperative Abenteuerspiele

 
 
Mannschaftsjägerball (Lauf- und Fangspiel mit Ball)

Organisationsform: 
Mannschaften
Materialien: ca. 15 Bälle (Basket-, Hand- oder Volleybälle)
Beschreibung des Spiels:
Zunächst werden zwei gleichgroße Mannschaften gebildet. Ein Team (die Hälfte der Gruppe) bewegt sich mit je einem Ball prellend im Feld. Die Fängermannschaft befindet sich am Rand des Spielfeldes. Der Reihe nach versuchen nun je drei Spieler der Fängermannschaft, die ebenfalls einen Ball dribbeln müssen, einen "Hasen" mit der freien Hand abzuschlagen. Hat jemand einen Spieler im Feld berührt, so dribbelt er schnell zur Fängermannschaft zurück und übergibt seinen Ball an den nächsten Spieler.
Alle abgeschlagenen Spieler scheiden aus und setzen sich am Spielfeldrand auf eine Bank. Gespielt wird nach Zeit. Gewonnen hat das Team, welches am schnellsten alle Spieler abgeschlagen hat.
Hinweis:
Das Spiel ist eine Variante des bekannten und bei den Kindern sehr beliebten Spiels "Minutenzeck", nur das hier die Kinder gleichzeitig mit einem Ball dribbeln müssen.
Damit ein Durchgang nicht länger als drei Minuten dauert, sollte man unbedingt drei oder vier Fänger gleichzeitig starten lassen.

 
 
Merkball (Abwurfspiel)

Organisationsform: 
ganze Gruppe
Materialien: 3 - 5 Softbälle
Beschreibung des Spiels:
Die Schüler laufen in der ganzen Halle durcheinander. Die Bälle werden wahllos in die Menge geworfen, und jeder kann sich einen Ball schnappen. Nach spätestens 3 Schritten  muss der Ball geworfen werden. Ziel ist es, andere Schüler abzuwerfen. Jeder, der an einen Ball kommt, kann andere abwerfen.
Wird Spieler A abgeworfen (fängt er den Ball also nicht), muss er an der Seite warten, bis der Schüler, der ihn abgeworfen hat, selbst abgeworfen wurde. Jetzt darf Schüler A wieder mitspielen!

Spielidee von Jan Nerlich



Gefängnisspiel (Fangspiel)

Organisationsform: 
Gruppe
Materialien: Weichbodenmatte, Parteibänder
Beschreibung des Spiels:
Gespielt wird in einem Hallendrittel mit zwei Mannschaften zu je 7 (oder mehr) Spielern. Die Weichbodenmatte wird in die Hallenmitte gelegt.
Eine Mannschaft, die "Gefängniswärter", postiert sich um die Matte und hat zum einen die Aufgabe, die Matte, "das Gefängnis", zu verteidigen und zum anderen die gegnerischen Spieler, die "Flüchtlinge", abzuschlagen. Die abgeschlagenen Spieler begeben sich sofort auf die Matte, in der Hoffnung, von ihren noch freien Mitspielern frei geschlagen zu werden, die ihrerseits aufpassen müssen, nicht von den Gefängniswärtern gefangen genommen zu werden.

 

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Kettenfangen (Lauf- und Fangspiel)

Organisationsform: 
Gesamte Gruppe
Materialien: keine
Beschreibung des Spiels:
Es werden vier Fänger ausgewählt, die sich jeweils zu zweit an den Händen fassen müssen. Beide "Pärchen" versuchen nun, die anderen Schüler abzuschlagen ohne dabei den eigenen Partner zu verlieren. Ein abgeschlagener Schüler wird drittes Glied einer Fangkette. Gehören vier Schüler zu einer Kette, dürfen sich die Fänger in zwei getrennte Fangketten aufteilen. Die vier Schüler, die als letzte abgeschlagen werden, haben das Spiel gewonnen.
Hinweis: Man sollte ruhig mehrere Durchgänge spielen, wobei die vier Gewinner der Vorrunde die Fänger der nächsten Rund sind.

  

Klammer-Fangen (Lauf- und Fangspiel)

Organisationsform: 
Gesamte Gruppe
Materialien: Wäscheklammern
Beschreibung des Spiels:
Jedes Kind erhält eine Wäscheklammer, die an einen beliebigen Mitspieler angeheftet werden soll. Jeder ist zugleich Jäger und Gejagter. Wer berührt wird, muss stehen bleiben und sich die Klammer anzwicken lassen. Spieler, die ihre Klammer an einem anderen angebracht haben, bekommen Nachschub beim Spielleiter. Das Spiel endet, wenn alle Klammern angezwickt sind. Gewinner kann je nach Situation der Spieler mit den meisten (das ist dann der Indianerhäuptling) oder mit den wenigsten Klammern sein.

Spielidee von Mike Loerler   (Homepage)

 

Korblegerwettspiel (Ballspiel)

Organisationsform: 
Gruppen bzw. Mannschaften
Materialien:
Basketbälle, kleine Kästen
Beschreibung des Spiels:
Auf Kommando dribbeln die ersten Spieler zum Korb und schließen mit Korbleger ab. Nach eigenem Rebound wird der Ball bei Korberfolg zum Kasten der gegnerischen Mannschaft gedribbelt und dort abgelegt, bei erfolglosem Korbleger wird er zurück zur eigenen Gruppe gebracht. Welcher Kasten ist zuerst leer bzw. welche Mannschaft hat nach 8 min weniger Bälle?

  

Mattenball (Ballspiel - gut zur Vorbereitung für Handball)

Organisationsform: 
Mannschaften
Materialien:
Handball, Parteibänder, Matten
Beschreibung des Spiels:
Zwei Mannschaften spielen gegeneinander. Die Spieler einer Mannschaft passen sich den Ball untereinander zu und versuchen, einen eigenen Mitspieler auf der Matte (die nicht verlassen werden darf) anzuspielen. Immer wenn der Mattenspieler den Ball korrekt gefangen hat und ihn danach an einen anderen Mitspieler zurückgepasst hat, gibt es einen Punkt. Wird der Ball von der gegnerischen Mannschaft unter Kontrolle gebracht, so versucht diese ihrerseits mit geschickten Pässen möglichst viele Punkte zu erzielen.

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Pirat (Ein lustiges Fangspiel)

Organisationsform: 
Gesamte Gruppe bzw. Klasse
Materialien:
mehrere Turnmatten
Beschreibung des Spiels:
Es werden mehrere Matten in einem Abstand von ca. 1 - 1,5 m in der Halle ausgelegt, so dass die Schüler mit mehr oder weniger Kraft von Matte zu Matte springen können. Ein bis zwei "Piraten" (Fänger) sollen nun versuchen, die anderen abzuschlagen. Wer abgeschlagen wurde oder ins "Wasser" (Boden) gefallen ist, scheidet für kurze Zeit aus und muss sich auf die Bank setzen. Wenn ein "Pirat" ins "Wasser" fällt, sind alle, die von ihm gefangen genommen wurden, wieder frei und dürfen erneut am Spiel teilnehmen.
Hinweis:
Gutes Spiel zur Einstimmung für Bodenturnen.


Reaktionsball  (Völkerballähnliches Ballspiel)

Organisationsform: 
Mannschaften
Materialien: 
2 Softbälle
Beschreibung des Spiels:
Es spielen 2 Mannschaften auf dem Volleyballfeld gegeneinander. Die Mittellinie des Feldes trennt beide Gruppen voneinander. 3 "Freispieler" pro Mannschaft stellen sich hinter die gegnerischen Auslinien (je Auslinie ein "Freispieler").
Die Spieler beider Mannschaften versuchen sich gegenseitig abzuwerfen. Ein Spieler ist aber nur dann getroffen, wenn der Ball nach Berühren des Spielers über eine der Begrenzungslinien rollt (inklusive Mittellinie). Jeder kann sich also selbst "retten" oder von einem Mitspieler "gerettet" werden. Verlässt also der Ball das eigene Spielfeld, ist man getroffen und muss sich hinter die gegnerischen Feldlinien stellen. Von hier aus kann man sich frei werden, indem man einen Gegner regelgerecht abwirft.
Hinweis:
Bei dieser Variante des Völkerballspiels trauen sich die Schüler eher den Ball zu fangen, denn nach einem Fangfehler können sie ja noch gerettet werden.

Spielidee von Rosemarie Wilfinger aus Niederösterreich

 

Rettungsball (Rettungsring)  

Organisationsform: 
Gruppe
Materialien: 
2 Schirmmützen oder Halstücher und verschiedene Bälle oder Ringe
Beschreibung des Spiels:
Zu Beginn des Spiels werden zwei Fänger ausgewählt. Die Fänger werden durch Schirmmützen oder Halstücher kenntlich gemacht. Aufgabe von jedem Fänger ist es, einen Mitspieler abzuschlagen, 
um dann mit diesem die Rolle tauschen zu können. Wer sich im Besitz eines Balles (Ringes) befindet, kann nicht abgeschlagen werden. Durch geschicktes Zuspielen versuchen die Spieler, möglichst lange dem Zugriff der Fänger zu entkommen. Das Spielfeld muss klar begrenzt sein, damit die Spieler nicht weit weglaufen können, sondern sich nur gegenseitig durch Zuwerfen 
der Bälle (Ringe) retten können. 
Variante:  
Durch Wegnehmen oder Hinzufügen einzelner Bälle (Ringe) kann den Fängern das Leben leichter oder schwerer gemacht werden. 

Aus: Gilsdorf/Kistner. Kooperative Abenteuerspiele

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Sechs-Tage-Rennen (Laufspiel bzw. Staffelwettkampf)

Organisationsform: 
4, 5 oder 6 Mannschaften
Materialien: 
4, 5 oder 6 Bänke, Basketbälle und Staffelstäbe
Beschreibung des Spiels:  
In der Halle werden sternförmig 4, 5 oder 6 Bänke aufgestellt (je nach Anzahl der Mannschaften). Um die Bänke herum muss genug Platz sein, damit die Schüler ungehindert um die Bänke laufen können.
Nun werden möglichst gleichstarke Mannschaften gebildet.
Alle Spieler einer Mannschaft setzen sich jeweils auf eine Bank. In jeder Gruppe wird ein Kapitän bestimmt, der für die gesamte Mannschaft die Runden zählt.
Die erste Aufgabe lautet: Versucht in 10 min. (auch 12 oder 15 min. möglich) so viel Runden wie möglich - dribbelnd mit einem Basketball - um die Bänke zu laufen.
Die Schüler dürfen sich innerhalb der Mannschaften je nach Leistungsvermögen ablösen. Dies bedeutet z. B., dass ein sehr sportlicher Schüler auch zwei oder sogar drei Runden hintereinander laufen darf. Leistungsschwächere Kinder hingegen absolvieren jeweils nur eine Runde.
Die zweite Aufgabe lautet: Versucht in 5 min. (auch 6 oder 8 min. möglich) so viel Runden wie möglich - mit einem Staffelstab - um die Bänke zu rennen.
Auch hier dürfen sich die Schüler den Stab entweder nach jeder Runde oder nach jeder zweiten bzw. dritten Runde übergeben.

  

Seeungeheuer (Lauf- und Fangspiel)

Organisationsform: 
4 Mannschaften
Materialien: 
Eine große Weichbodenmatte, Parteibänder
Beschreibung des Spiels:  
Bei diesem lustigen Lauf- und Fangspiel werden die Schüler in 4 Mannschaften (z.B. Delfine, Haie, Wale, Rochen) eingeteilt. Ein Schüler der Klasse ist das "Seeungeheuer" und stellt sich auf die Weichbodenmatte, die sich genau in der Mitte der Halle befindet. Alle anderen Kinder laufen nun entgegen dem Uhrzeigersinn durch die Halle und umkreisen das Versteck des "Seeungeheuers" (Weichbodenmatte). Ruft nun der Spielleiter z.B. laut "Delphine", so müssen sich alle Schüler der Delphingruppe hinter ihr Markierungshütchen in Sicherheit bringen. Ruft der Lehrer laut "Haie", so müssen alle Haie "um ihr Leben schwimmen" usw. Wird ein Meerestier vom Seeungeheuer gefangen bzw. abgeschlagen, so gehört es ab sofort zur Gruppe der Seeungeheuer und muss mit auf den Weichboden. Gewonnen hat diejenige Mannschaft, von der noch als letztes ein Meerestier im Ozean schwimmt (siehe Abbildung).

  

Torwartbasketball (anspruchsvolles Ballspiel)

Organisationsform: 
Mannschaften
Materialien: 
Basketball und Parteibänder
Beschreibung des Spiels: 
Die Schüler spielen in zwei Mannschaften gegeneinander auf 
einem Basketballfeld. 
Das Ziel des Spiels ist es, den Ball durch geschicktes Dribbeln 
und Zupassen vor den gegnerischen Korb zu bringen, um ihn dort 
zu einem eigenen Mitspieler zu passen. Dieser Mitspieler steht 
auf einem kleinen Kasten und darf, nachdem er den Ball korrekt gefangen hat, ungehindert auf den Korb werfen. Geht der Ball in den Korb, so wechselt er seine Position mit dem Schüler, der ihm den Ball zugespielt hat. 
Variante: 
Der Spieler auf dem Kasten darf, nachdem er den Ball korrekt gefangen hat, vom Kasten steigen, und ungehindert einen Korbleger ausführen. 

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Mondball

Organisationsform: Gruppe Materialien: Ein aufgeblasener Wasserball
Beschreibung des Spiels: 
Aufgabe der Gruppe bei diesem Spiel ist es, den aufgeblasenen Wasserball so oft wie möglich hoch (Richtung Mond) in die Luft zu spielen, bis er dann auf dem Boden landet. Kein Spieler darf den Ball zweimal hintereinander berühren. Jeder Ballkontakt wird als Punkt gezählt. 
Variante A: 
Der erste Spieler darf den Ball erst dann wieder spielen, wenn alle übrigen Mitspieler ihn auch jeweils einmal gespielt haben. Die Spielübersicht wird verbessert, wenn sich jeder auf den Boden setzt, der den Ball in diesem Durchgang bereits einmal gespielt hat. Gezählt werden jetzt nicht mehr die Ballkontakte, sondern die Anzahl der Runden, in denen die Gruppe es geschafft hat, den Ball einmal von jedem spielen zu lassen, bevor der Ball den Boden berührt hat. 
Variante B:  
Auch hier darf der Ball erst dann wieder von einem Spieler berührt werden, wenn alle anderen ihn einmal gespielt haben. Darüber hinaus muss er jetzt über eine bestimmte Strecke befördert werden, z.B. von einem Ende der Turnhalle zum anderen. Jede Bodenberührung hat einen erneuten Start vom Ausgangspunkt zur Folge. 
Kommentar:  
Mondball ist ein hervorragendes Spiel zur Unterstützung und Entwicklung von Kooperation und Reaktionsschnelligkeit. Das Spiel wird dann spannend, wenn die Gruppe versucht, ihr letztes Spielergebnis zu verbessern. Die Variante A ist bereits deutlich anspruchsvoller als die Normalfassung. Variante B ist nur mit sehr hohem Einsatz und sehr guter Planung zu lösen. 

Aus: Gilsdorf/Kistner. Kooperative Abenteuerspiele

  
  
Zehnerball (Ballspiel)

Organisationsform: 
2 Mannschaften
Materialien: 
Ein Softball oder Volleyball
Beschreibung des Spiels:  
Die Mitspieler werden gleichmäßig in zwei Mannschaften aufgeteilt. Aufgabe der beginnenden Gruppe ist es nun, sich den Ball 10mal so zuzuspielen, dass ihn kein Mitglied der anderen Mannschaft berührt. Geschieht dies doch, so hat diese Gruppe nun die Möglichkeit, ihr Glück zu versuchen und sich den Ball 10mal zuzuspielen. Keiner darf den Ball an die Person zurückspielen, von der er den Ball erhalten hat. Das Berühren der anderen Spieler ist nicht erlaubt. Ausnahme: Der Spieler, der gerade den Ball hat, darf von der gegnerischen Mannschaft abgeschlagen werden. Er muss dann innerhalb von 3 Sekunden den Ball abspielen, sonst geht dieser an die andere Mannschaft. Der Ball darf niemandem weggerissen werden! 
Variante A: 
Bei jüngeren Spielern reichen bereits sieben oder acht Ballwechsel. 
Variante B: 
Bei einem längeren Spiel kann für jede gelungene Sequenz (7 bis 10mal abgeben) ein Punkt verteilt werden. Das Spiel geht dann beispielsweise bis fünf Punkte. 

Aus: Gilsdorf/Kistner. Kooperative Abenteuerspiele

 
 
Linienball (Medizinballspiel)

Organisationsform: 
Mannschaften
Materialien: einen kleinen 
Medizinball und Parteibänder
Beschreibung des Spiels: 
2 Mannschaften (je 5 - 8 Spieler) spielen auf einem ca. 15 mal 30 m großen Spielfeld gegeneinander. 
Um Punkte zu erzielen, muss die angreifende Mannschaft den Medizinball hinter der Grundlinie des Gegners ablegen. Durchbrüche an der eigenen Grundlinie müssen verhindert werden. Der Ball darf getragen, geworfen und gerollt werden. Das Spiel mit dem Fuß ist nicht gestattet. 
Nur hinter der gegnerischen Linie abgelegte Bälle gelten als Tore. 
Wird der Ball über die Linie gerollt oder geworfen, erhält der Gegner einen Freiwurf an dieser Stelle. Das gleiche gilt bei Ausbällen und bei Foulspiel. Der Spieler mit dem Ball darf nicht gehalten, umklammert oder angerempelt werden. 
Unübersichtliche Situationen werden durch einen Hochball geklärt. 
Hinweis: 
Der Spielleiter sollte in diesem Spiel besonders auf eine faire Spielweise achten.

 
 
Grätschball  (Ballspiel)

Organisationsform: 
Mannschaften
Materialien: Handball
Beschreibung des Spiels: 
Gespielt wird auf einem Handballfeld ohne Torwart. 
Durch geschicktes Passen und Dribbeln versuchen die Spieler, in die gegnerische Spielfeldhälfte zu kommen. Ein Tor wird erzielt, wenn es einem Spieler gelingt, von außerhalb des Torraumes den Ball rückwärts durch die eigenen gegrätschten Beine in das Tor zu werfen. Erlaubt sind Würfe mit einer oder mit beiden Händen. 
Hinweis: 
Gespielt wird nach den Handballregeln.

  

Schuh-Hockey  (Ballspiel)

Organisationsform: 
Mannschaften
Materialien: Zwei Bänke, eigener Schuh,
Tennisball
Beschreibung des Spiels: 
Zwei Bänke werden umgekippt. Die Sitzfläche ist das Tor. Es werden zwei Mannschaften gebildet. Jeder zieht sich einen Schuh aus, den er als Schläger benutzt (auch der Torwart). Macht unheimlich Spaß!

  

Wo ist das Tor?  (Ballspiel)

Organisationsform: 
Mannschaften
Materialien: Volley- oder Handball, Ballwagen
Beschreibung des Spiels: 
Es spielen zwei Mannschaften (ca. 4-5 Schüler)  auf dem gleichen Feld gegeneinander. Die Spieler einer Mannschaft werfen sich den Ball zu und versuchen, ihn im Tor abzulegen. Das Tor (der Ballwagen) wird vom Lehrer oder einer neutralen Person durch das Spielfeld geschoben, so dass eine Torchance erschwert wird. Die Spieler müssen sich immer wieder neu orientieren.
Variante: Das gleiche Spiel kann auch im Schwimmbad durchgeführt werden. Das Tor ist dann ein Schwimmender Reifen.
Spielidee von Yvonne  (yvonne.hof@gmx.net)

  

Tchouk-Ball  (Ballspiel)

Organisationsform: 
Mannschaften
Materialien: Ein Handball, zwei Sprungbretter und zwei kleine Kästen
Beschreibung des Spiels: 
Gespielt wird in der gesamten Halle. Die zwei Turnkästen werden auf die Freiwurflinien des Basketballfeldes gestellt. Schräg an die Kästen gelehnt stellt man die Sprungbretter auf.
Die Spieler passen sich den Ball innerhalb der eigenen Mannschaft zu und versuchen, den Ball - von außerhalb der Korbzone - gegen das schräg aufgestellte Sprungbrett zu werfen.
Fällt der abprallende Ball außerhalb der Korbzone auf den Boden, hat die Mannschaft einen Punkt erzielt. 
Wird jedoch der Ball von einem Spieler der gegnerischen Mannschaft gefangen bevor er zu Boden fällt, so gibt es keinen Punkt und das Spiel geht sofort weiter.
Nach einem Punktgewinn wird der Ball unverzüglich an die gegnerische Mannschaft abgeben, die dann den Spielball - aus der eigenen Korbzone heraus - neu ins Spiel bringen muss. 
Hinweis:
Die Spieler dürfen weder in der eigenen Spielfeldhälfte noch beim Gegner die Korbzone des Basketballfeldes betreten.
Variante A:  
Um das Spiel schneller zu gestalten, kann auch ohne Seitenaus gespielt werden.

Weitere Spiele auf der CD-ROM vollleyball-training.de (hier)  

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