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Gesundheitstipps für Beachvolleyball
Dr. Michael Tank (beratender Arzt des DVV für Beach-Volleyball)
| Dieser kurze Ratgeber soll helfen, Euch
optimal vorzubereiten. Dass der "ernste Turnieralltag" in der Realität
anders aussieht, ist mir Klar. Gerade die "Players Night" widerspricht
eigentlich allem, was gut wäre, ist aber ein schöner und wichtiger
Bestandteil jeden Turniers, denn es geht nicht für jeden nur um
Leistung, - der Spaß soll auch seinen Platz haben. Die meisten von
Euch werden mehr oder minder grobe Abweichungen von den Ratschlägen in
Kauf nehmen wollen oder müssen. Aber vielleicht hilft diese
Tip-Sammlung, die Schwerpunkte richtig zusetzen und wesentliche
Schäden zu vermeiden. Für weitere Fragen stehe ich gerne auch an
Turniertagen zur Verfügung. |

Bilder:
TSV Bleidenstadt |
Schlaf und Anreise
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7-8 Stunden Schlaf in der Nacht vor dem Wettkampf
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vor Ort: aufstehen mindestens drei Stunden vor dem
Wettkampf
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möglichst zwei Stunden vor Spielbeginn am Spielort
sein
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bei mehr als 200 km Anfahrt lieber am Vortag
anreisen
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Bilder:
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Vorbereitung
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nach dem Aufstehen etwas trinken (Wasser, Saft
ohne viel Säure)
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eventuell jetzt Magnesiumtabletten einnehmen
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kurzer lockerer Strandlauf zur
Kreislaufanregung (10 bis 15 Minuten)
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dann duschen, gut abtrocknen, eincremen mit
Sonnenschutzgel (wasserfest)
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Frühstück
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Müsliquark, Vitamin C und E (Obst, Nüsse)
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Saft, Wasser, Tee, Kaffee oder Milch
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Essen sollte fettarm, kohlenhydratreich,
ballaststoffreich sein und mittel- und langkettige Kohlenhydrate
enthalten (besser Brot als Zucker)

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Aufwärmen
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laufen zur Anregung des Kreislaufes und der
Durchblutung der Skelettmuskulatur
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Bewegen der Gelenke besonders Schulter, Knie,
Wirbelsäule ohne Belastung (nicht schlagen, nicht springen), etwa 10
Minuten (!), bis ausreichend Gelenkschmiere bereit gestellt ist, um
optimale Belastbarkeit im Gelenk herzustellen
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kurzes Dehnen der
Muskulatur, Haltezeit unter 10 Sekunden, da der Muskel nicht völlig
entspannt werden soll, sondern anschließend Kontraktionsleistung
erbringen soll. Tonisieren (Erhöhen der Muskelspannung) der
Muskulatur durch kurze Sprungpassagen, lockere Schläge, dann erst
"volle Pulle" einspielen.
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Wettkampf
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trinken alle 10 bis 15 Minuten etwa 100 bis 150 ml
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allenfalls isotone, eher hypotone Flüssigkeiten
(Getränkepulver nicht zu süß dosieren!)
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Sonnenbrille tragen, ggf. Kopfbedeckung tragen
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kein nackter Oberkörper, möglichst T-Shirt tragen,
weil :
-
bei nacktem Oberkörper mehr Fläche der Sonne
ausgesetzt ist und es zu größeren Salz- und Wasserverlusten kommt
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Sonneneinstrahlung das Immunsystem schwächt
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eine erhöhte Sonnenbrandgefahr und damit ein
erhöhtes Krebsrisiko besteht
TOP
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Cooldown / Abwärmen
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lockeres Auslaufen (ca. 7 - 10 Minuten)
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dehnen zur Muskelentspannung (Haltezeit 15
Sekunden und mehr!). Ein gedehnter Muskel ist besser durchblutet,
die Regenerationszeit und die Verletzungsanfälligkeit sinken durch
gutes Cooldown
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gegenseitige Massage
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Bilder:
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Wettkampfpause
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Aufenthalt möglichst im Schatten, nicht sonnenbaden
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Kopfbedeckung, Sonnenbrille, luftige und vor Sonne
schützende Kleidung tragen
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essen (Obst, Kuchen ohne Sahne, Müsli, Salat,
mageres Fleisch, Reisgerichte), wenig Fett, viele Kohlenhydrate, nicht :
Pommes Mayo, Currywurst, Hamburger!
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Faustregel : Trinken am Wettkampftag bei Sonne ein
Liter pro Spiel, insgesamt mindestens drei bis fünf Liter verteilt über
den Tag, zu konzentrierte Elektrolytlösungen schaden eher, weil sie dem
Körper Wasser entziehen
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kein Bier, alkoholische Getränke weglassen
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Wasser-Fruchtsaftgemische, Tee leicht gesüßt,
Mineralwasser, Kochsalzzufuhr nicht vergessen, Salzstangen essen oder
Salztabletten lutschen
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Zucker wird in Zellen besser aufgenommen, wenn
Kalium in ausreichender Menge vorhanden ist, daher empfehlen sich
Bananen als Lieferant für Kohlenhydrate, Kalium und Vitamin C. Die
meisten Krämpfe sind auf Kochsalzmangel zurückzuführen.
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Abendessen
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Kohlenhydratreiches Essen ("Nudelparty"), gerne
auch mageres Fleisch, Salat , Kartoffeln, Reis
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Flüssigkeitshaushalt auffüllen, alles erlaubt
außer hochprozentigen Alkoholika, Bier in Maßen, insgesamt weniger
als ein Liter, Cola ist o.k., kann aber in hohen Dosen die
Regeneration negativ beeinflussen
-
Alkohol schädigt die
Leber, die schon ausreichend mit der Regeneration des Stoffwechsel
beschäftigt ist, Schlaf fördert die Regeneration!
TOP |

Bilder:
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Allgemeines
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Vorsicht beim Schiedsrichtern ! man kühlt schneller
aus als man es bemerkt; gerade für Frauen besteht die Gefahr einer
Blasenentzündung, die eine Antibiotikaeinnahme erforderlich macht und zu
erheblichen Leistungseinbußen führen kann
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beim Schiedsrichtern ist man der Sonne besonders
ausgesetzt und schützt sich nicht ausreichend vor der Sonne, weil man
gerade gespielt hat und schwitzt. Folge können Sonnenbrand, Sonnenstich
mit Kreislaufkollaps und Infektion sein
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auch kleine Schnitt- oder Risswunden können zu
gefährlichen Infektionen führen, daher möglichst Turnierarzt oder
Sanitäter aufsuchen und Wunden reinigen und verbinden lassen.
Tetanusimpfschutz sollte bei jedem Teilnehmer bestehen!
Sonnenschutz
Auch in
unseren Breiten ist ein ausreichender Lichtschutz nötig. Es empfehlen sich
wasserfeste Sonnengels:
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Hauttyp |
Lichtschutzfaktor |
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Typ I Typ II
Typ III
Typ IV |
immer Sonnenbrand, nie
braun
immer Sonnenbrand,
gelegentlich braun
gelegentlich
Sonnenbrand, immer braun
nie Sonnenbrand, immer
braun |
> 20
10 - 12
6 - 8
4 |
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Ozon
Maximalwerte werden zwischen 14.00 und 19.00 Uhr
erreicht. Es existiert kein offizieller Grenzwert. Gewarnt wird ab dem
Grenzwert von 180 µg/m³. Asthmatiker sind besonders gefährdet. Wer
sich eingeschränkt leistungsfähig fühlt, ein Kratzen im Hals spürt,
Kopfschmerzen oder Augentränen hat oder gar an Atemnot leidet, sonst
gesund und nicht pollenallergisch ist, sollte an Ozonwerte denken und
den Sport einstellen. |

Bilder:
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Ó Copyright 2001
by sprungangabe.de
erstellt von Rainer Fasel
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