Regeländerungen Beachvolleyball

- Hausarbeit von Jörg Ahmann-
 

Regeländerungen

Bereits vor den Qualifikationsturnieren zu den olympischen Spielen in Sydney hat der internationale Volleyball Verband (FIVB) Regeländerungen im Beach-Volleyballsport durchgeführt:

  • Verringerung der Anzahl der Auszeiten pro Team von 4 auf 2 pro Satz

  • Begrenzung der Pausen zwischen den Ballwechseln auf maximal 12 Sekunden und die

  • erlaubte Netzberührung durch den Ball beim Aufschlag

haben zu weniger und kürzeren Unterbrechungen im Spiel geführt.

Am Ende des Jahres 2000 hat die FIVB dann in einer Sitzung des Beach-Volleyball World Council Testweise zwei einschneidende Regeländerungen im Beach-Volleyballsport vorgenommen:

  • Einführung des Ralley-Point-Systems

  • Verkleinerung des Spielfeldes von 9m x 9m auf 8m x 8m

Eine dritte Regeländerung, die Erhöhung des Netzes um 10cm wurde nur durch das Veto des FIVB-Präsidenten Dr. Rubens Acosta  verhindert.

Wie alle Regeländerungen sollen auch diese den Beach-Volleyballsport mediengerechter und vor allem fernsehgerechter machen.

Das Ralley-Point-Systems war 1997 und 1998 jeweils in Marseille getestet worden, kam aber während der Phase der Olympiaqualifikation jedoch nicht zum Einsatz. Erst nach Bekanntgabe der neuen Regeln wurde es beim letzten Turnier des Jahres 2000 in Brasilien erneut getestet. Die Verkleinerung des Feldes wurde sogar nicht ein einziges Mal vor der Einführung getestet.

Da zusätzlich das Beach-Volleyballturnier bei den olympischen Spielen in Sydney weltweit ein großer Erfolg in punkto Medien- und Zuschauerinteresse war, kamen diese Regeländerungen sehr überraschend.

Inzwischen wurde das Ralley-Point-System vom Beach-Volleyball World Council unter dem Vorsitz von Sinjin Smith als feste Regeländerung bestätigt, während die Verkleinerung des Feldes für ein weiteres Jahr getestet werden soll.

Im Rahmen dieser Arbeit  soll geklärt werden, welche Auswirkungen die neuen Regeln auf die Sach- und Spielstruktur des internationalen Beach-Volleyball der Männer haben. Hier wird bewusst nur auf den Beach-Volleyball der Männer eingegangen, da dem Verfasser Untersuchungsmöglichkeiten bei den Frauen nicht in ausreichender Form vorlagen.

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Art der Untersuchung

Im Rahmen einer Sach- und Strukturanalyse wurden 15 Spiele innerhalb der World Tour 2001 an Hand von Videoaufnahmen beobachtet und ausgewertet. Die verwendeten Videoaufnahmen stammen von Gunnar Hansen, der im Auftrag des DVV und der Universität Rostock im Jahr 2001 diese Aufnahmen bei den Turnieren in Gstaad, Berlin, Klagenfurt und Marseille durchführte.

Zur Bestimmung weiterer statistischer Werte wurden sämtliche Turniere der Worldtour 2001 inklusive der Weltmeisterschaften und der Goodwill Games herangezogen. Als Quelle dienten die auf der FIVB-Internetseite enthaltenen Bulletins.

Da für den  Beach-Volleyballbereich noch nicht sehr viele Veröffentlichungen für die Jahre 1999 und 2000 vorliegen, wurden weiterhin wurden die Werte 5 gleicher Spielpaarungen aus dem Jahr 2000 beobachtet und ausgewertet. Diese Spiele dienen der Überprüfung der Kennwerte aus anderen Untersuchungen und zur Gewinnung weiterer Vergleichsparameter.

Leider standen nicht mehr Begegnungen identischer Spielpaarungen zur Verfügung, da sich nach den Olympischen Spielen in Sydney sehr viele Teams getrennt bzw. neu zusammengesetzt haben.

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