Regeländerungen Beachvolleyball

- Hausarbeit von Jörg Ahmann-

 

Zusammenfassung und Ausblick

Betrachtet man die Ergebnisse der vorigen Kapitel, so ergeben sich für die beiden Regeländerungen unterschiedliche Folgerungen für den Beach-Volleyballsport.

Das Ralley-Point-System beeinflusst im sowohl die äußere als auch die innere Struktur des Sportspiels Beach-Volleyball. Es ergeben sich Veränderungen im Belastungsprofil des Spielers. Sowohl die Sprung- und Ausdauerbelastung als auch die psychische Belastung haben sich erhöht.

 Das vom Weltverband propagierte Ziel, die Spiellänge kalkulierbarer zu machen, wurde eindeutig verfehlt. Ganz im Gegensatz dazu hat sich die Schere der minimalen und maximalen Spiellängen sowohl bei den Vorrundenspielen als auch bei den Finalspielen im Vergleich zum Vorjahr weiter geöffnet.

Die Verkleinerung des Feldes verändert dagegen vor allem die innere Struktur, d.h. die Individual- und Mannschaftstaktik, des Beach-Volleyballs. Nach den oben vorliegenden Untersuchungen hat sich die Effektivität des Aufschlages verringert. Im Angriff wird vermehrt hart angegriffen bei verringerter Gesamteffektivität. Durch die Effektivitätssteigerung von Block und Feldabwehr kommt zu längeren Ballwechseln und damit wiederum zu höheren Belastungen für die Spieler.

Wie immer stellt sich die Frage nach den Tendenzen. Ich glaube übereinstimmend mit Papageorgiou, A./CZIMEK, J (DVZ 9/2001) und KORTHMANN (DVZ BEACH SPEZIAL 2001), dass sich der Beach-Volleyball im oberen Leistungsbereich zu einem Aufschlag- und Blockspiel entwickeln wird, bei dem die Ballwechsel eher kürzer als länger werden, auch wenn es im ersten Jahr nach der Regeleinführung zunächst anders ausschaut. Wie auch im Hallenbereich werden die Trainer und Spieler schnell lernen, die neuen Regeln zu ihren Gunsten um zu setzen.

Welche Möglichkeiten jedoch hätte der Weltverband stattdessen gehabt? Vielleicht wäre der Ansatz: „Wie kann man den Angriff schwächen“ besser gewesen als „ Wie stärke ich die Abwehr“. Eine Netzerhöhung auf 2,50m verbunden mit einer sehr restriktiven Zuspielregel, ähnlich der früher in der amerikanischen Profiliga AVP praktizierten, wäre vielleicht der bessere Ansatz gewesen. Denn vermehrte Abwehraktionen sind dann nur möglich, wenn der Angriffsaufbau behindert wird.

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