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Es werden also die Coaching-ähnlichen Handlungen der beiden Spieler selbst im Mittelpunkt
der Arbeit stehen.
Von besonderem Interesse scheint dabei die
Situation im Leistungssport Beachvolleyball zu sein. Es kann davon
ausgegangen werden, dass das Vorgehen im Leistungssport Vorbild- und „Trendsetting“-Charakter
für Beachvolleyball im Allgemeinen ausübt. Die Untersuchung beschränkt
sich daher auf die nationale (deutsche) Spitze. Darunter werden hier
die Teilnehmer der deutschen Meisterschaften 2002 verstanden, also die
besten sechzehn Damen- und Herrenteams.
Das „Coaching“ wurde mit Hilfe einer Befragung
dieser 32 teilnehmenden Teams untersucht. Dazu wurde ein Fragebogen
entwickelt, der an die Teams verschickt wurde. 16 Teams beantworteten
den Fragebogen. Die beantworteten Fragebögen wurden dann ausgewertet,
um allgemeine und spezielle Aussagen über das Coaching-Verhalten
während eines Beachvolleyball-Spieles machen zu können.
Es gibt bislang kaum theoretische Erkenntnisse
über das „Coaching“-Verhalten der Spieler beim Beachvolleyball.
Während schon für Hallenvolleyball „konkrete Hinweise zum Coaching in
der Literatur vergleichsweise dünn gesät sind“, mangelt es im
Beachvolleyball noch stärker sowohl an der Bandbreite an
wissenschaftlichen Erörterungen als auch an belegbaren Erkenntnissen
aus der Praxis. Dies wirkt sich auch auf die Ausgangslage dieser
Arbeit aus. Es fehlt die theoretische „Plattform“. Daher wurde als
Ausgangspunkt das „Coaching“ im Hallenvolleyball gewählt.
Beachvolleyball ist aus dem Hallenvolleyball entstanden. Zudem haben
so gut wie alle aktiven Beachvolleyballer in der einen oder anderen
Form auch in der Halle Volleyball gespielt. Des Weiteren sind die
Ähnlichkeiten zwischen den beiden Sportarten groß genug, um
Erkenntnisse aus dem Hallenvolleyball als Ausgangspunkt oder als
Abgrenzung für den Beachvolleyball heranzuziehen.
Um den Rahmen dieses Beitrags nicht zu sprengen,
kann hier nur das „Coaching“-Verhalten im Spiel behandelt werden. Das
Coaching vor und nach dem Spiel (Vorbereitung mit Videomaterial,
taktische Anweisungen; Analyse des Spiels etc.) kann hier ebenso wenig
untersucht werden wie das Wirken eines Beachvolleyball-Trainers/Betreuers
hinsichtlich des Coachings. In Ermangelung einer ausreichenden
Behandlung des Themas „Coaching im Beachvolleyball durch die Spieler
selbst“ in der Fachliteratur kann ein Vergleich zwischen theoretischen
Erkenntnissen und der Handhabung in der Praxis nur in Ansätzen
vorgenommen werden.
Im Speziellen wird in dieser Arbeit untersucht,
was die inhaltlichen Schwerpunkte des Coachings im Beachvolleyball
sind, wie häufig Handlungen sind, die unter das Coaching gefasst
werden können, wer diese vornimmt und wie umfangreich und regelmäßig
sie sind. Dabei wird auch geprüft, welche Unterschiede oder
Übereinstimmungen bezüglich der oben genannten Punkte in den
verschiedenen Coaching-Phasen „zwischen den Ballwechseln“, „Auszeiten“
und „Satzpausen“ festgestellt werden können.
Des Weiteren werden Unterschiede im
Coaching-Verhalten zwischen verschiedenen Teilen der
Beachvolleyball-Teams herausgestellt: So wird gezeigt, inwieweit sich
z.B. das Coaching von Damen- und Herrenteams, von jungen und alten
Teams, von erfolgreichen und weniger erfolgreichen und von Teams mit
und ohne eigener Coaching- (bzw. Trainer-)Erfahrung unterscheiden.
Insgesamt wird mit dieser Arbeit nicht das Ziel
verfolgt, einzelne wenige Schwerpunkte (z.B. Umgangston und –form der
beiden Spieler beim Coaching) tiefgehend zu untersuchen. Es geht
vielmehr darum, - angesichts des Mangels an theoretischen
Erkenntnissen und wissenschaftlich verwendbaren Praxisbeschreibungen –
zu versuchen einen Gesamtüberblick über die Situation des Coachings
während des Spieles im nationalen Spitzen-Beachvolleyball zu
verschaffen.
Der Aufbau des Beitrags stellt sich wie folgt
dar: Im ersten Teil wird die Situation des Coachings beschrieben. Es
wird auf die theoretischen Erkenntnisse, die in der Fachliteratur zum
Hallenvolleyball vorliegen, auf die Rahmenbedingungen und die
Entwicklung des Coachings im Beachvolleyball und auf die in der
Fachliteratur gemachten Vorschläge zum Coaching-Verhalten im
Beachvolleyball eingegangen.
Im
zweiten Teil werden die durch die Auswertung der Fragebögen gewonnenen
Erkenntnisse über das Coaching-Verhalten im deutschen
Spitzen-Beachvolleyball dargestellt und ihre Aussagekraft überprüft.
Im Rahmen dieser Analyse wird auch ein Vergleich mit den theoretischen
Vorgaben in der Fachliteratur vorgenommen. Im dritten Teil werden die
gewonnenen Erkenntnisse übergreifend eingeordnet und es wird ein
Ausblick auf die zukünftige Entwicklung vorgenommen.
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