Volleyball & Kleine Spie

Folgehandlung & Handlungsketten

- Timo Lippuner - (über den Autor)
 

Solange der Ball um Spiel ist, haben alle Beteiligte eine Aufgabe, die sie nur mit Aufmerksamkeit und ständiger Bewegung erfüllen können.

Einleitung

Ein wichtiger Aspekt des Volleyballspiels ist der Aspekt der Folgehandlung. Grundsätzlich gibt es keine Aktion im Spiel ohne eine direkt anschließende Aufgabe. Diesem Umstand sollte vor allem im Training auch Rechnung getragen werden. In den folgenden Ausführungen soll anhand einfacher Beispiele die Übungsgestaltung erleichtert werden, aber auch in klaren theoretischen Herleitungen die Begründung dafür geliefert werden.

Ein Spiel über 3 Positionen

Betrachtet man die Grundstruktur des Volleyballspiels auf allen Niveaus, so lässt sich unschwer erkennen, dass der Ball auf einer Spielfeldseite über drei Positionen gespielt wird. Dabei können 2 Positionen von ein und demselben Spieler gehalten werden, aber der Ball geht im Normalfall nicht dorthin zurück, wo er hergekommen ist. Betrachten wir die einfachste Situation, in einem 2:2 Spiel. Der Ball wird vom Gegner ins Spiel gebracht, von einem Annahmespieler zum Zuspieler gespielt und dann als Einleitung des Angriffschlags an das Netz hochgespielt.

Abb. 1 2:2, Basissituation

 

Wohl geht der Ball zwei Mal zum selben Spieler, dieser muss sich aber an einen anderen Ort bewegen und bekommt den Ball von einer anderen Richtung zugespielt. Natürlich kann der Zuspieler bereits den zweiten Ball angreifen, aber auch dann geht der Ball nicht an die Ausgangsposition zurück.

Bei komplexeren Situationen, so bereits schon im 3:3 oder 4:4 hat der Zuspieler die Auswahlmöglichkeit zwischen zwei Angreifer. Beim 6:6, dem „normalen“ Volleyball, kann muss sich der Zuspieler unter Umständen zwischen 5 Angreifer eine Anspielstation aussuchen. Da in den komplexeren Spielen nicht unbedingt der Annahmespieler auch gleich der Angreifer sein muss, erscheint hier die 3 Teilung des Aufbaus noch deutlicher, was notabene auch aus den 3 möglichen Ballberührungen  abzuleiten ist.

 

Über den Autor

Trainerausbildung (in der Schweiz)

  • arbeitet momentan in der Schweiz am B-Trainerschein

  • C Trainer in Deutschland

Bisherige Trainerstationen

  • 1998-2004 A Jugend Mädchen Solothurn

  • 2003-2004 2. Liga Damen (entspricht ca. Verbandsliga)

  • 2003-2004 Assistenztrainer 1. Liga Damen (entspricht etwa Landesliga / Regionalliga)

  • 2002-2005 U17 Auswahl Mädchen Region Aargau

  • 2003-2004 U15 Auswahl Mädchen Region Aargau

  • 2004-2005 A Jugend Mädchen Münchenbuchsee

  • 2004-2005 Assistent NLB (2. Bundesliga) in Münchenbuchsee

  • Saison 2005-2006:
    > U19 Auswahl Mädchen Region Aargau,
    > Trainer 1. Liga Münchenbuchsee und
    > Trainer A Jugend Mädchen Münchenbuchsee

Timo studiert Sport und Sportwissenschaften an der Universität von Bern; im Schwerpunkt Sport und Spiel sowie Sport und Leistung.

Kontakt

  • Timo Lippuner: timo_lippuner@bluewin.ch

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