Verbesserung und Intensivierung der Jugendarbeit im Verein/Verband (1)

- konkretisiert am Beispiel Jungen – Volleyball in Niedersachsen

von Iska Gieseler

*die komplette Arbeit kann bei der Autorin für 20.- DM (CD-ROM oder Hard-Copy) bestellt werden

Einleitung      Drop-Out

Einleitung

  • Immer mehr Vereine sind nicht in der Lage, Jugendmannschaften zum Spielbetrieb anzumelden,

  • immer mehr Kreise verzichten auf die Durchführung von Kreismeisterschaften, weil in den einzelnen Alters- und Wettkampfklassen nur je eine Mannschaft gemeldet ist,

  • in manchen Bezirken können sich die Vereine schon mit der Anmeldung zum Spielbetrieb für die Vorrunde zu den Landesmeisterschaften qualifizieren, weil keine Konkurrenz vorhanden ist.

1. Jugend, Verein und Sport

Nach wie vor erfreut sich der Vereinssport bei den Jugendlichen großer Beliebtheit - mehr als die Hälfte aller männlichen und knapp 40% der weiblichen Jugendlichen sind gegenwärtig Mitglied im Sportverein. Doch durch das in der Vergangenheit im Umfang ständig gestiegene und immer stärker kommerzialisierte Angebot an Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche ist die Situation der Sportvereine immer schwieriger geworden. Die Konkurrenz ist vielfältig; sie umfasst nicht-sportliche Freizeitangebote, Sportangebote außerhalb des organisierten Sports, die entweder von kommerziellen Einrichtungen oder aber von den Sporttreibenden selbständig organisiert werden, und Sportangebote der verschiedenen Sparten innerhalb desselben Vereins, aber auch Sportangebote verschiedener Vereine an einem Ort.   

Dennoch vermag lediglich der Sportverein seine jugendlichen Mitglieder in einem hohen Maß auch regelmäßig zu binden. Das bedeutet, dass die brüchige Vereinsmitgliedschaft nicht durch eine vermehrte Aktivität in anderen Sporträumen aufgefangen wird, sondern dass mit dem 7. Schuljahr vielmehr ein allgemeiner Rückzug aus der sportlichen Aktivität überhaupt beginnt.

Drop-Out

Diese Problematik im Jugendbereich ist nicht grundsätzlich neu, dennoch scheinen sich die Rahmenbedingungen verändert zu haben, die zu diesen Bindungsproblemen geführt haben; zwar gibt es nur noch einen Anteil von 15% aller Heranwachsenden, die noch nie Kontakt zu einem Sportverein hatten. Aber schon im Alter von 16/17 Jahren ist der Anteil derer, die den Verein verlassen haben, größer als die Mitgliedschaftsquote.

Hier stellt sich nun die Frage nach den Ausstiegsgründen: Die Vereine müssen mit dem wachsenden Angebot an (nicht nur) Sportaktivitäten außerhalb ihres Vereins konkurrieren und sich mit der geänderten Interessenlage der Jugendlichen auseinandersetzen. Doch unabhängig von solchen Entwicklungen außerhalb der Vereine sind die Ursachen für manches Nachwuchsproblem auch in den Vereinsstrukturen selbst zu suchen, die häufig zu einseitig auf Leistung und Wettkampf ausgerichtet sind. Unzufriedenheit mit den Betreuern, zu geringe Einbeziehung der jungen Sportler in die Vereinsarbeit oder mangelndes Freizeitangebot außerhalb des Trainings können Gründe dafür sein, dass die jungen Sportler häufig die Vereine wechseln oder sich frühzeitig gänzlich aus dem Vereinssport zurückziehen. 

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