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Starke Kinder – Starker Volleyball
Pädagogische Leitlinien für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen
Andreas Meusel
In diesem Beitrag werden verschiedene Aspekte zum Umgang mit Kindern und
Jugendlichen genannt. Viele dieser Aspekte sollten im Verlauf von Jahren
zur Grundhaltung eines Übungsleiters bzw. Trainers werden.
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Der Trainer geht gerne ins
Training
Seine Begeisterung am Volleyball überträgt sich auf
deine Gruppe. Der Trainer lebt seine Ideale vor.
Praxis-Tipp
Finde heraus, was dich (auch nach vielen Jahren) an
der nächsten Trainingseinheit motivieren kann:
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an einer Technik, Taktik;
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neuen methodischen Weg probieren;
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soziale oder mentale Probleme bewältigen;
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neue Materialien verwenden (z.B. Video);
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neue Übung ausprobieren.
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Ziele erreichen (anstatt
Fehler zu kritisieren)
Kinder und Jugendliche brauchen für optimales Lernen
klar definierte Ziele, die sie in der Regel auch erreichen können. Sie
sollten von den Übenden verstanden und als erreichbar und als sinnvoll
akzeptiert werden. Erfahren sie überwiegend Misserfolg, kann sehr schnell
ein Ablehnungs- und Vermeidungsverhalten die Folge sein.
Besonders in größeren Gruppen sollte daher immer
wieder in „Leistungsgruppen“ differenziert werden, um eine
„individuellere“ Beanspruchung zu erreichen.
Beispiele für die Praxis
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am Längsnetz können verschieden anspruchsvolle
Übungen parallel laufen;
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am „normalen“ Netz kann das Netz geteilt oder
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ein Teil der Gruppe mit Koordinations- oder
Stabilisierungsübungen beauftragt werden;
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andere Bereiche der Halle für individuelle Übungen
nutzen (Wand, Basketballkorb(aufhängung)):
Überzeugungsarbeit und Gespräche sind keine
Zeitverschwendung, die Spieler sollten sich Schritt für Schritt die
„Volleyballphilosophie“ des Trainers zu Eigen machen.
Beispiele für die Praxis
Rückmeldungen sind (positive und negative)
unverzichtbar. Dies können auch „objektiv“ vermittelt werden (Beispiele
s.u.). Auf diese Weise muss der Trainer nicht so häufig intervenieren und
„verbraucht“ sich nicht so schnell.
Beispiele für die Praxis
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zwingende Übungen (z.B.: Kopfball, um die richtige
Position beim Pritschen zu üben)
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Kleinfeldturniere (z.B.: Kaiserturnier)
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kleine Statistiken im Training/Spiel anfertigen
lassen (z.B.: wer macht die eigenen Punkte; wie effektiv ist der
Angriff)
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ergebnisorientierte Übungen (z.B.: wie oft
überquert der Ball das Netz beim 2 mit 2).
TOP
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Selbstwertgefühl häufig fördern
Das Selbstwertgefühl kann dann über (sportliche)
Leistung aufgebaut werden, wenn Erfolgserlebnisse möglich sind (Ziele
erreicht werden). Voraussetzungen dafür sind, dass der Handlungserfolg:
Unwirksam sind Aufgaben, für die es keine Rückmeldung
gibt oder zu leichte Übungen, bei denen der Erfolg sicher und Lernen bzw.
Anstrengen nicht erforderlich ist. Dabei sollte genügend Zeit für das
Erreichen eines Übungsziel zur Verfügung stehen.
Praxis-Tipp
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bei der Zusammenstellung der Übungsgruppen
Kleingruppen z.B.
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Cliquen auseinander bringen;
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immer wieder andere Zusammenstellungen
ausprobieren;
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sofort einschreiten, wenn die Gruppe nicht
angemessen übt.
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z.B. beim Kaiserturnier (siehe Grafik) spielen schon nach kurzer
Zeit etwa gleich starke Spieler gegeneinander (die ersten Runden können
kürzer gespielt werden).
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Achtung und Respekt
Kinder und Jugendliche sollten unabhängig von ihrer
sportlichen Leistungsfähigkeit persönliche Zuwendung und Akzeptanz
erfahren
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dies ist besonders im Verein wichtig, in der häufig
die guten Spieler nur dann spielen können, wenn auch weniger Gute
mitspielen; wenn hier nur gute Leistung zu Anerkennung führt, wird die
Trainingsgruppe zerfallen;
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auch Spätentwickler können sich in diesem positiven
Klima in ihrem Tempo entwickeln.
Beispiele für die Praxis
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bei gemeinsamen Unternehmungen können häufig auch
weniger gut Spieler mit anderen als sportlichen Fähigkeiten zum Gelingen
beitragen;
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kooperative und interaktive Spiele und Übungen
besonders in der Aufwärmphase unterstützen die pädagogischen Ziele
(siehe Grafiken: kooperative Übungen aus dem Pyramidenbauen).
TOP
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Unerwünschtes Verhalten hat Konsequenzen
In einer Gruppe sollten eindeutige Regeln vereinbart
werden. Die Nicht-Beachtung sollte folgerecht mit der entsprechenden
Konsequenz geahndet werden. Die Konsequenzen sollten:
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voraussehbar und begründet (logisch) sein;
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die Folge des unerwünschten Verhaltens und nicht
auf die Person zentriert sein;
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nicht (aus Emotionen heraus) kommentiert werden.
Dabei sollte nicht auf die Einsicht bestanden werden.
Immer wiederkehrende Probleme haben gemeinsam
bestimmte Konsequenzen zur Folge (z.B.: zu spät ins Training kommen;
meckern über andere Spieler).
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Unterschiedliche Kanäle ansprechen
Wir nehmen Informationen über verschiedene Kanäle
auf: (Ohr, Auge, Intellekt, Tastsinn). Unterschiedliche Menschen
bevorzugen verschiedene Kanäle. Dem entsprechend sollten beim Vermitteln
möglichst viele Kanäle angesprochen werden.
Wer alle Kinder erreichen will, muss Lernen durch
Erfahrung organisieren. Je stärker bei den entsprechenden Übungen die
Möglichkeiten eingeschränkt werden („zwingende Übung“), desto
wahrscheinlicher ist die richtige Ausführung beim Ausprobieren.
Beispiel aus der Praxis
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Ziel: Streckung aus dem gesamten Körper beim
Pritschen; Übung: "Po-Kontakt" an der Kante eines kleinen Kastens /
Beine in Schrittstellung - Pritschen des zugeworfenen Balls über ein
Netz.
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weitere "zwingende
Übungen hier".
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Weiterführende Links
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Literatur
Prof. Dr. Petter: Pädagogische Leitlinien; 1994
J.-G.-Universität Mainz; Reihe Pädagogische Psychologie
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Mentales Training |
Titel /
Autoren |
Kurzbeschreibung |
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Mentale Fitness für junge Sportler....
Rolf Frester
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Psychologische
Grundlagen, die pädagogische Anwendung sowie Übungs- und Gestaltungsangebote für
eine gesunde sportliche Leistungsentwicklung bei 10- bis 18jährigen. Eine
gesunde, ganzheitlich geförderte sportliche Leistungsentwicklung im Jugendalter
bietet die entscheidende Voraussetzung für ein dauerhaftes Sporttreiben und
motiviert junge Sportler im Streben nach Spitzenleistungen. Rolf Frester
arbeitet die Beziehung zwischen den bio-psycho-sozialen Komponenten in der
Entwicklung von Kindern und Jugendlichen (10-18 Jahre) und der sportlichen
Leistungsentwicklung heraus. Er zeigt Lösungsmöglichkeiten auf, wie junge
Sportler durch mentales Training ihre körperliche und psychische Stabilität
verbessern können und wie pädagogisch-psychologische Maßnahmen effektiv in den
Trainingsprozess integriert werden können. |
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Mentales Training. Ein Handbuch für...
Hans Eberspächer |
Mentales Training
zeigt mit anschaulich aufbereiteten wissenschaftlichen Erkenntnissen Wege zur
Steigerung der eigenen mentalen Möglichkeiten auf. Schwerpunkte sind dabei
Aufmerksamkeits-, Aktivations- und Vorstellungsregulation sowie
Kompetenzerwartung, Zielsetzung und Analyse. Besonders nützlich sind die
Übungsbeispiele, die mit leicht nachvollziehbaren Schritten einen einfachen
Zugang zum Training der mentalen Fähigkeiten bieten. Fazit: Dieses Buch
sollte man besitzen. |
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