Erstbehandlung von Sportverletzungen

Die Anwendung der P.E.C.H.-Regel

Mit freundlicher Genehmigung von: http://www.physio-team.com
 

Jedem dürfte die so genannte. P.E.C.H.-Regel (Pause, Eis, Compression, Hochlagern) bekannt sein. Bei näherer Betrachtung dieser Regel stellen sich aber jedem diverse Fragen:

Wie lang soll die Pause sein? Stunden, Tage, Wochen?

Welche Kälteapplikation (Eiswürfel, Coolpacks, Eiswasser oder gar Eisspray)?

Wie lange soll/darf/muss gekühlt werden?

Wie kalt soll/darf/muss es denn werden?

Wie stark darf die Kompression sein?

Wie hoch und wie lange muss ich Hochlagern?

All diese Fragen wurden bisher – auch von Medizinern – nur mit Gewohnheitsrecht beantwortet. Eine kritische Hinterfragung allerdings mündet noch heute mit einem Schulterzucken, denn selbst in der Ausbildung von Medizinern und Physiotherapeuten wird hierauf kein Wert gelegt.

Mittlerweile liegen einige wissenschaftliche Untersuchungen zur Wirksamkeit von EIS bei Sportverletzungen vor – und keine dieser Arbeiten kann belegen, dass EIS bei Sportverletzungen


Quelle: FIVB

irgendeinen positiven Aspekt hat. Fakt ist, dass durch EIS die notwendigen physiologischen Abläufe (siehe Wundheilung) sogar gehemmt und unterbunden werden. Zudem kommt es nicht selten zu Erfrierungen der oberen Hautschichten, was eine Verschlimmerung der Notfallsituation zur Folge hat. Den gewünschten Effekt der Schwellungs- oder Ergussvermeidung kann EIS nicht nachgewiesen werden. Lediglich ist EIS die Schmerzhemmung zugute zu schreiben.

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Die sinnvollste Sofortmaßnahme bei Sportverletzungen sieht daher so aus:

  • Mit Eiswasser kühlen (Eiswürfel in Wassereimer, etc. – kaltes Wasser mittels Schwamm über die verletzte Region laufen lassen). Diese Art der Kühlung sollte angenehm, keinesfalls unangenehm (taub werden) sein. Es werden keine signifikanten Stoffwechselvorgänge gebremst.

  • Mit mehreren gebräuchlichen Haushaltsschwämmen (ebenfalls im Eisbottich) die verletzte Stelle abpolstern und

  • mit einer Ideal-Binde (nass, aus der Eisbox) unter leichtem Zug großflächig verbinden.

So versorgt kann der Spieler entweder das Spielgeschehen zu Ende verfolgen – zwischenzeitlich u.U. kaltes Wasser über die Bandage laufen lassend – oder dem nächsten Arzt vorgestellt werden.

Die Binde sollte erst nach dem Duschen entfernt werden. Nun kann entschieden werden ob ein Arztbesuch  notwendig ist, oder ein abschließender (Salben-)Verband ausreicht.

Salben / Gels / Pasten

Die gebräuchlichsten Salben und Gels dienen der Schmerz- und Entzündungshemmung, indem sie physiologische Reparationsprozesse drastisch abbrechen – und daher die „Heilungszeit“ verkürzen. Nicht beachtet wird hierbei, dass der Körper die entstandenen Verletzungen nicht optimal aufräumen und neu organisieren kann. Der qualitative Neuaufbau des Gewebes leidet darunter, mit der Folge einer erhöhten Verletzungsgefahr für die Zukunft (siehe Wundheilung).

Zu empfehlen sind daher nur Präparate, die den Körper in seiner Regeneration unterstützen, und zwar mittels Spurenelementen, Aminosäuren, Enzymen und Mineralien.

Eine medikamentöse Therapie lehnen wir weitgehend ab, da wir der Meinung sind, dass der Körper perfekt in der Lage ist, sich zu reparieren. Beschleunigungen in der Wundheilung können nur auf Kosten der Qualität des neuen Gewebes gehen.
Sollten Sie trotzdem zur Pille greifen wollen, haben sich Körperunterstützende Präparate bewährt. Z.B.:

  • Anica D6 (aus dem Bereich der Homöopathie)

  • Bromelain ©

  • Wobenzym ©

  • Phlogenzym ©

  • Vitamin C

Bitte beachten Sie die Packungsbeilagen und fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker!

Mit freundlicher Genehmigung von: http://www.physio-team.com

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