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Lasst Euch von dem Thema
nicht abschrecken. Mit ein wenig Routine werdet ihr die Chancen
erkennen Probleme zu lösen, bevor sie ein Konflikt werden. Jedes
Problem ist auch der Samen zu neuer Energie und Verbesserung! Man muss
die Chance nur sehen und nutzen.
Vor einem Turnier sollte die Stimmung im Team gut
sein. Das ist leider nicht immer möglich, da es zu Konflikten kommt
seitdem Menschen aufeinander treffen. Da ist Beachvolleyball keine
Ausnahme. Die großen Konflikte erkennt jeder sofort. Nicht umsonst
gibt es das Sprichwort, dass ein Gewitter die Luft reinigt. Das ist
auch gut so und manchmal geht an dieser Art einen Konflikt zu
bereinigen kein Weg vorbei. Allerdings kommt auch kein Gewitter aus
heiterem Himmel. Warum also den Konflikt nicht angehen, wenn man die
Entstehung schon frühzeitig sehen kann. Die Gewittertechnik ist
nämlich auch ein Energiekiller und die Energie kann man besser für das
Spiel und den nächsten Gegner gebrauchen, als für seinen Partner.
Konflikte können sich vielfältig äußern. Von
Scheidungen auf Grund nicht zugedrehter Zahnpastatuben wird immer
wieder berichten. Diese „Kleinigkeiten“ können genauso stören wie
„große“ Probleme (Partner ist verärgert, das der andere nicht zum
Training erschienen ist, ein besonders wichtiges Spiel wird
anscheinend nur von einem Spieler verloren).
Natürlich gibt es auch im Team von Tom und Marvin
Konflikte. Da Konflikte aber auch immer viel von den beteiligten
Personen erzählen kann ich leider kein echtes Beispiel bringen. Die
meisten Sachen haben Tom und Marvin unter sich geklärt. Erst wenn
einer von beiden das Problem nicht mehr in der Zweier-Konstellation
ansprechen oder lösen konnte kam ich ins Spiel. Es wird also etwas
theoretisch, aber doch mit echtem Hintergrund.
TOP
Über schwerwiegende
Konflikte sollte man immer mindestens eine Nacht vor der Aussprache
schlafen.
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Wann: Am einfachsten ist die Klärung von
Konflikten, wenn am sich dafür ein Ritual schafft. Das kann z.B.
sein, das man alle 14 Tage gemeinsam mit einem Dritten (Trainer o.ä.)
über die vergangenen Tage reflektiert und auf die kommenden Wochen
schaut. Das ist eine gute Gelegenheit Probleme, Konflikte
anzusprechen oder auch erst an dieser Stelle zu bemerken.
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Moderator: Die Gesprächsmoderation
sollte immer eine Person sein, die mit dem Konflikt nichts zu tun
hat. Das kann der Trainer sein. Wenn der Trainer Teil des Konfliktes
ist, holt euch noch einen anderen „Moderator“ dazu. Der Moderator
muss die ganze Zeit über unparteiisch bleiben. Wenn die Diskussion
unsachlich oder verletzend wird hat er als einziger das Recht
jederzeit in das Gespräch einzugreifen. Er hat keine eigene Meinung
bei dem Konflikt.
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Basis: Damit das Konfliktgespräch
gelingt, vereinbaren beide Konfliktparteien zuerst ein gemeinsames
Minimalziel. In der Regel reicht da die ehrlich gemeinte Aussage von
beiden, dass sie jetzt und hier bereit sind eine Veränderung
herbeizuführen. Das hört sich an, ist bei schweren Problemen
schon oft ein echtes Hindernis. Wenn einer von beiden nicht einer
gemeinsamen Basis zustimmt, muss man erst hier weitermachen. Die
Konfliktlösung wird solange unterbrochen bist eine gemeinsame Basis
da ist.
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Übergeordnetes Ziel: Als nächstes sucht
ihr gemeinsam ein großes Ziel, eine Vision. Hier kommt es darauf an
sich auf diese Vision zu einigen und nicht auf den Weg dahin. Wie
ihr dahin kommt ist häufig genau der Konfliktpunkt. Daher erst das
Ziel festlegen, der Weg ist hier noch nicht interessant.
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Problemlösung: Jetzt habt ihr eine
Basis, auf der das Problem besprochen werden kann. Ihr werdet
überrascht sein, wie einfach sich nun einige Sachen lösen lassen.
Anmerkung: Wenn ihr euch bei dem Problem
immer wieder im Kreis dreht, handelt es sich oft um eine so genannte
„eingefahrene Schleife“ in eurem gegenseitigen Verhalten. Hier geht es
nicht um das angesprochene Problem, sondern oft nur um ein
Missverständnis auf der Verhaltensebene.
Ein Beispiel: Ein Spiel ist an einem kritischen
Punkt angekommen. Spieler A nimmt eine Auszeit, um das Spiel zu wenden
und sich auf den kommenden Ball zu konzentrieren. Dazu will er mit
Spieler B gemeinsam auf der Bank sitzen und sich konzentrieren.
Spieler B will sich auch konzentrieren macht das aber lieber alleine.
Er läuft lieber an der Linie entlang. Hier kommt es oft dazu, dass A
denkt B wollte keine Auszeit ist sogar genervt davon. Das versteht A
gar nicht und ist auf einmal selber genervt vom Verhalten von B. Die
Auszeit wird ihre Wirkung verlieren.
Habt ihr eine solche Schleife erkannt, habt ihr
den Konflikt schon fast erledigt. Manchmal reicht es aus, einfach
darüber mal gesprochen zu haben, meisten muss aber einer oder beide
sein Verhalten ein wenig korrigieren. Eine mögliche Lösungen bei dem
genannten Beispiel wären: A nimmt die Auszeit, nimmt kurz Blickkontakt
mit B auf. B beantwortet den Blickkontakt durch ein kurzes Nicken und
beide haben sich Verstanden. Hört sich einfach an, muss aber geübt
werden. In diesem Fall sollte der Blickkontakt im Training ausprobiert
werden und nach der ersten echten Anwendung in der
Spielnachbesprechung noch mal Thema sein.
TOP
Aufgaben des Moderators:
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Bleibe neutral und allen Konfliktparteien wohl
gesonnen. Jedes Anliegen ist berechtigt, auch wenn man es nicht auf
den ersten Blick erkennt.
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Versuche die Ursache des Problems zu erfragen.
(Wofür ist das gut, dass das Problem gelöst wird, aufgetreten ist?)
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Probleme zeigen oft nicht ihr wahres Gesicht.
Oft gibt es ein wahres Problem hinter dem sichtbaren. Achte darauf.
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Konflikte sind oft heftig. Der Moderator ist
dafür verantwortlich, dass sich beide auf einer guten Art und Weise
behandeln. Wenn nicht gehe dazwischen, unterbreche beide (entweder
verbal unterbrechen oder wirklich aufstehen und zwischen die
Streithähne stellen). Es ist anfangs ungewohnt, aber sehr effektiv.
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Die Konfliktparteien müssen sich auf die beiden
Ziel einigen. Dabei kommt es nicht auf die Wortwahl an, sondern auf
die Einigung. Man muss als Moderator nicht alles verstehen.
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Die Diskussion sollte sich immer zwischen
beiden Zielen bewegen. Wenn nicht hinterfrage, ob die Diskussion
noch zum Thema gehört.
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