Reflexionshilfen*

- Tipps für die Reflektion nach Aktivitäten -

von Andreas Meusel

Grundeinstellung Vorbereitungen Durchführung Methoden

Wie kann ich eine gründliche und dennoch nicht aufgesetzte Auswertung mit der Gruppe im Anschluss an Volleyballaktivitäten gestalten (Turnier, Meisterschaften, Trainingswochenende, Hallenübernachtung,... ). Unten werden einige Anregungen gegeben. 

Besonders bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen habe ich gute Erfahrungen mit verschiednen der u.g. Methoden gemacht. Entsprechende Auswertungsbögen werde ich in den kommenden Wochen hier veröffentlichen:

  • Suche Dir die Punkte heraus, die Deiner Persönlichkeit am nächsten kommen.

  • Erarbeite Deinen eigenen Stil.

  • Erweitere Deine Fähigkeiten.

Grundeinstellung

  • Nimm Dich selbst nicht zu ernst; vergiss nicht zu lachen!

  • Behandle das, was die Teilnehmer sagen mit Respekt

  • Respektiere Deine eigenen Grenzen

  • Spreche auch außerhalb der Reflexionsrunden mit einzelnen TeilnehmerInnen

  • Sei kreativ und verwende Humor

Vorbereitungen

  • Die Gruppe in Form bringen: im Kreis/Viereck/Eiform/... aufstellen lassen - wesentliches Kriterium: jede(r) sieht jede(n) und Nähe

  • Augenkontakt ermöglichen und herstellen: Augenkontakt signalisiert Aufmerksamkeit und die Bereitschaft zuzuhören

  • Störungen vermeiden und unterbinden: d.h. möglichst einen geschützten Rahmen und Raum für Auswertungen aussuchen

  • Lass Dir am Ende selbst Feedback geben; lerne selbst von den Co-Trainern und Teilnehmern

  • Versuche in allem, was Du tust, eine vertrauensvolle und respektvolle Atmosphäre zu schaffen

  • Hole Dir Hilfe von Kollegen/Kolleginnen

  • Setze Dir Ziele - für dich selbst und für das Auswertungsgespräch

  • Überlege Dir vor der Aktion mögliche Auswertungsschwerpunkte und notiere Dir die wichtigsten Fragen

  • Gestalte eine vertraute Atmosphäre

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Durchführung

  • Strukturierte Auswertung

    • Was habt ihr beobachtet?

    • Wie konnte das geschehen?

    • Was hat das mit unserem Leben zu tun?

  • stelle offene Fragen und vermeide Ja/Nein-Fragen

  • Spreche die Teilnehmerinnen mit ihrem Namen an

  • Lass die Menschen (aus-)sprechen; unterbrich nicht

  • Sag niemanden, dass er falsch denkt, sorge dafür, dass ein Dialog weiter geht, bis der Punkt klar ist

  • Unterstütze die Teilnehmer durch ehrliches Interesse und Zunicken

  • lasse die Teilnehmer zuerst ihre Antworten schriftlich formulieren, bevor sie sie aussprechen

  • mache Dir (schon während des Prozesses) Notizen zu jedem Teilnehmer, so kannst Du Deine Beobachtungen mitteilen.

  • Versuche aus dem Gesagten ein/zwei Schlüsselwörter zu destillieren

  • Fasse zusammen und lass die Beteiligten überprüfen, ob das so richtig verstanden wurde

  • Suche (auch mal) nach den Zusammenhängen zum "normalen" Leben

  • Bewerte niemanden, lasse stets die Teilnehmer sich selbst einschätzen

Methoden

  • Versuche die Ergebnisse zu visualisieren: (Mindmap, Skalen, Pläne, ...)

  • Lass die Teilnehmer einen Brief schreiben

  • Verwende nonverbale Auswertungsmethoden (Bilder, Foto's, Pantomime, Musik, Poesie...)

  • Teile die Gruppe in Kleingruppen/Paar/Solos ein

  • lass die TeilnehmerInnen einen Brief an sich selbst schreiben und sende diesen zu einem späteren Zeitpunkt ab

  • erfasse die Zustimmung mit Fingerskalen (0 - 10) oder Daumenabstimmung

habt Spaß miteinander!

*Einen Teil der o.g. Reflexionshilfen habe ich auf einer Internetseite für Interaktionspädagogik gefunden?!

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