Taping Compact:

Einführung

Uneingeschränkte Flexion und Extension des Ellenbogengelenks, Bewegungswinkel ca. 150

Durch den Verband bleibt die Flexion praktisch unbeeinflußt, während die Extension um ca. 45 eingeschränkt ist

Die "Funktionelle Verbandtechnik", auch "Taping" genannt, ist eine seit vielen Jahren in der Praxis bewährte und durch zahlreiche Untersuchungen belegte effektive Versorgungsmethode von Verletzungen, Erkrankungen und degenerativen Veränderungen am Bewegungsapparat. Diese physiologische Verbandtechnik orientiert sich an der funktionellen Anatomie sowie der Biomechanik; sie wird in erster Linie mit klebenden Binden (Tapes) ausgeführt.

Neue biomechanische Erkenntnisse haben gezeigt, dass "Funktionelle Verbände" besonders wenn sie direkt auf die Haut geklebt werden, über die Reizung der Mechanorezeptoren der Haut und Propriorezeptoren von Muskeln und Sehnen neuromuskuläre Reaktionen auslösen, die eine zusätzliche aktive Stabilisierung der betroffenen Funktionseinheit (z.B. Gelenk) bewirken. Durch dieses Plus an Stabilität zeichnet sich der Funktionelle Verband gegenüber allen anderen Versorgungsmethoden, wie z.B. Braces, aus.

Darüber hinaus stabilisiert der Funktionelle Verband selektiv, das heißt, er stellt nur die verletzte Struktur einer Bewegungseinheit ruhig, während alle anderen Funktionen und damit die Beweglichkeit soweit wie möglich erhalten bleiben.

Das Resultat einer indikationsgerechten, subtil ausgeführten Funktionellen Verbandtechnik ist maximale Stabilität bei gezielter funktionaler Mobilität.

Die Wirkungen des Funktionalen Verbandes lassen sich auf folgenden Nenner bringen:

Der Funktionelle Verband erhält oder schafft das physiologische Gleichgewicht zwischen Stabilität und Mobilität. Er schützt und stützt sowohl passiv als auch aktiv und entlastet selektiv die gefährdeten, gestörten oder verletzten Anteile einer Funktionseinheit, erlaubt die funktionelle Entlastung im schmerzfreien Bewegungsraum, verhindert extreme Bewegungen und unterstützt die Ausheilung.